Gegenüber der “Bild am Sonntag” bezeichnete Söder den Trend zu Horrorvideos auf Handys als alarmierend. Kinder dürften Filme von Vergewaltigungen und Misshandlungen nicht wie Fußballbilder tauschen. “Ein Handy-Verbot an allen Schulen ist daher sinnvoll”, zitiert ihn das Blatt. Diesbezüglich sollten aber auch die Eltern stärkeres Verantwortungsbewusstsein entwickeln.
Gleichzeitig forderte Söder eine neue Regelung für Videohandys im Jugendschutz. Ginge es nach ihm, würden für sie bald ähnliche Richtlinien wie für Zigaretten und Alkohol gelten – und damit nicht mehr an Kinder unter 16 Jahren verkauft werden können.
Söder reagiert damit auf den Vorstoß seines Parteikollegen und bayerischen Kultusministers Siegfried Schneider, der ein generelles Verbot prüfen lassen will. Im Freistaat brachte der Fund von Gewalt- und Pornovideos auf MMS-Mobiltelefonen an einer Schule in Immenstadt den Stein ins Rollen.
Man befürchtet, dass die Filmchen das Gewaltpotential an Lehranstalten erhöhen. In Baden-Württemberg wurde eine Schülerin bereits vom Unterricht ausgeschlossen, weil sie Pornovideos gespeichert und an Mitschüler weitergegeben hatte.
