Politiker warnen vor privaten Schnüffeleinsätzen durch Mini-Drohnen

Florian Matthey
55

Die Aufmerksamkeit, die dem iPhone und iPad-Quadrocopter AR.Drone und ähnlichen Geräten zukommt, lässt Politiker auch über dessen Gefahren nachdenken. Die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner warnt davor, dass sich Fluggerät mit integrierter Kamera von Privaten als illegale Überwachungsdrone einsetzen lassen könnte. Auch die Linksfraktion sieht Risiken.

Aigner erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die zunächst nur militärisch genutzten Drohnen mittlerweile auch zivil an Bedeutung gewännen, “etwa für Luftbilder”. Schon mit den kleinen Hobby-Modellen ließe sich schnell an Grenzen stoßen. Ein Kamera-Ausflug in Nachbars Garten wäre zumindest problematisch, die Aufnahme von Personen, die sich einer Wohnung aufhalten, sei ohne deren Einwilligung sogar strafbar.

Jan Korte, der Datenschutzbeauftragte der Linksfraktion, sieht ebenfalls die Gefahr der Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Es bestehe das Risiko des Ausverkaufs des öffentlichen Raums sowie der Einschränkung der Privatsphäre durch Nachbarschaftsschnüffeleien und staatliche und private Ausspähung. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar erkennt die Risiken – weist aber darauf hin, dass das Bundesdatenschutzgesetz nicht für Privatpersonen im rein privaten Bereich gelte und es durch derartige Drohnen-Einsätze somit nicht berührt sei.

Wo genau die Politiker Handlungsbedarf sehen und welche Handlungsmöglichkeiten sie sich vorstellen, bleibt derweil unklar.

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz