Killerspiel,verbot - Deutschland und Australien und die Schweiz vielleicht kurz vor Killerspieleverbot

Leserbeitrag

Ähnlich wie in Deutschland, gärt auch in der Schweizer Politik immer wieder die Killerspieldebatte. Die jetzige Meldung, die aus unserem alpinen Nachbarstaat kommt, ist definitiv als Etappensieg der Spielekritiker in der Schweiz zu werten.

Der Ständerat, eine der beiden Kammern des Parlaments in der Schweiz, hat nun zwei Gesetzesentwürfe beschlossen, welche den Verkauf so genannter ”Killerspiele” einschränken beziehungsweise gänzlich untersagen sollen.

Auch der Nationalrat, als zweite Kammer des Parlaments, hat solch einer Verbotsinitiative bereits zugestimmt. Damit ist nun die Schweizer Regierung (der Bundesrat) in der Pflicht, ein solches Gesetz zu erarbeiten.

Bei den beiden Gesetzesentwürfen, welchen der Ständerat unlängst zustimmte, handelt es sich einerseits um eine Altersbeschränkung ab 16 bzw. ab 18 Jahren. Dieser lehnt sich in seinem Grundtenor sehr stark an die Verfahrensweisen in Deutschland, im Rahmen des Jugenschutzgesetzes, an. Jedoch gibt es in der Schweiz zurzeit noch keine Instanzen, welche Altersfreigabeprüfungen durchführen, geschweige denn, die Einhaltung solcher Freigaben überwachen. Hier wäre im schlimmsten Falle gar eine Verfassungsänderung von Nöten, um Altersfreigabeinstitutionen zu schaffen.

Der zweite Entwurf ist deutlich radikaler. Dazu heißt es in der Zeit:

Der zweite Antrag will gar erreichen, dass ”die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, der Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen” verboten werden, ”in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen”.

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