Killerspiele - Bald verboten?

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(Sebastian Schreck) Ende des Jahres haben sich alle Gegner von “Killerspielen” versammelt und im Kölner Aufruf ein Herstellungs- und Verbreitungsgebot von “kriegsverherrlichen” und “gewaltfördernden” Videospielen gefordert und 146 Unterzeichner haben sich dafür ausgesprochen.

Ein Auszug aus dem Aufruf:

“Killerspiele” entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten ‘Spiele’ sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität.”

Die Reaktion der Spielverbände folgte rasch und ließ folgendes verlauten:

“Computer- und Videospiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und endlich sowohl kulturell als auch politisch anerkannt. Den Kritikern gefällt diese Tatsache natürlich nicht und deshalb werden sie zunehmend fanatisch. Sie führen einen aussichtslosen Kampf gegen die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Die radikale und undifferenzierte Ablehnung von Computer- und Videospielen ist weder sinnvoll, noch befördert sie den kritischen Dialog.”

Es wird sicherlich nicht dabei bleiben und wir dürfen gespannt sein wie sich die Debatte 2009 entwickeln wird.

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