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Killerspiele - Verbot in der Schweiz

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Im schweizer Nationalrat wurde gestern entschieden, dass das Anpreisen, die Herstellung, die Einfuhr, der Verkauf und die Weitergabe von Spielen, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen, verboten werden sollen. Das Gesetz soll in Kürze vom schweizer Bundesrat umgesetzt werden.

Vorgelegt wurde der Gesetzesentwurf von der Berner Juristin und Nationalräting Evi Allemann im April 2009 vorgelegt. SIe ist der Meinung, dass es einen empirisch erfassbaren Zusammenhang zwischen Amokläufen und dem Konsum von “Killerspielen” gebe. Zudem seien Altersfreigaben der Hersteller nicht zureichend, da diese leicht zu umgehen seien.

Genauer begründet sie das Gesetzt wie folgt:

Solche Spiele machen zwar nicht aus jedem einen Killer, aber sie verstärken die Bereitschaft bei jenen, die ohnehin anfällig sind. Ein generelles Verbot solcher Spiele erscheint deshalb angemessen und verhältnismäßig, insbesondere da sie über keinen irgendwie schützenswerten kulturell-gesellschaftlichen Gehalt verfügen und es Tausende andere spannende Computerspiele gibt, die ohne solche Gewaltexzesse auskommen.

Wie zu erwarten war, löste der Entscheid heftige Diskussionen aus. Dabei wird zum einen von einer Kollektivbestrafung gesprochen und zum anderen die Umsetzbarkeit des Gesetzes (vor allem im Internet) angezweifelt.

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