Kino.to-Chef - Bis zu 15 Jahre Knast möglich

Martin Beck
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Kino.to ist to…t und dem ehemaligen Betreiber, Dirk B., drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Sachsen will am Ende des Ermittlungsverfahrens aus der Vielzahl der Urheberrechtsverstöße eine größere Zahl herausgreifen und daraus dann das Strafmaß ableiten. Außerdem besteht auch der dringende Verdacht der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche.

Kino.to-Chef - Bis zu 15 Jahre Knast möglich

15 Jahre Haft sind bei Dirk B. maximal möglich und so wie es aussieht, wird das Urteil auch annähernd so hoch ausfallen. Der Fall hat Exempelcharakter und ist medial bereits so groß aufgebauscht worden, dass eine milde Strafe praktisch ausgeschlossen ist. Kino.to war ein Monster, und dass nach dem Aus sich viele Nutzer sogar noch empörten, macht die Sache nicht unbedingt besser.

Übrigens plant die sächsische Generalstaatsanwaltschaft auch, gegen ehemalige Werbepartner von kino.to vorzugehen. Das wäre das erste Mal, dass Unternehmen, die auf einer illegalen Seite werben, auch strafrechtlich belangt werden. Nach GVU-Berechnungen nahmen die Macher von kino.to im letzten Jahr mindestens 14,6 Millionen Euro durch Werbung ein.

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