Kino.to - Erste Anklage erhoben

Martin Beck
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Ab sofort kehrt der harte Besen des Gesetzes: Anfang dieser Woche wurde beim Landgericht Leipzig Anklage gegen den ersten der mutmaßlichen Betreiber von kino.to erhoben.

Kino.to - Erste Anklage erhoben

Der Grund der Anklage: gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fälle. Der Umfang der Klageschrift, eingereicht von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden: 15.000 Seiten.

Wie GIGA berichtete, hat die GVU im April dieses Jahres Strafantrag gestellt, der im Juni dieses Jahres eine internationale Durchsuchungsaktion zur Folge hatte. Von den verhafteten 13 Personen sitzen 6 bis heute im Knast.

Die GVU und die Generalstaatsanwaltschaft sprechen von einem “parasitären Geschäftsmodell”. Das System “kino.to” beinhaltete mehrere Streamhoster, die zum Teil von den Portal-Chefs selbst betrieben wurden. Auf diesen Streamhostern lagen zum Zeitpunkt der Durchsuchung mehr als 30.000 Kinofilme und TV-Serien.

Der Nachschub auf den Streamhostern wurde durch bezahlte Uploader sicher gestellt. Über die Werbebanner auf kino.to wurden im letzten Jahr mindestens 14,6 Millionen Euro eingenommen. Die Höchststrafe für die Betreiber sind 15 Jahre Haft.

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