Kino.to - Geheime Studie liefert überraschende Ergebnisse

Martin Beck
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Der gemeine kino.to Nutzer: tatsächlich ein ruchloser Parasit am Busen der Unterhaltungsindustrie? Oder ist es vielmehr so, dass genau diese Leute verstärkt ins Kino gehen und DVDs kaufen?

Kino.to - Geheime Studie liefert überraschende Ergebnisse









Die Gesellschaft für Konsumforschung, kurz GfK, hat nämlich eine Studie in Auftrag gegeben, die den Beweis erbringen sollte, dass illegale Downloads oder Streams eins zu eins in einen Verlust für die Medienindustrie umgerechnet werden können. Das Problem dabei ist nur, dass genau diese Kausalität nicht erwiesen wurde.

Ganz im Gegenteil kommt diese Studie zu dem Ergebnis, dass kino.to Kandidaten generell eine starke Affinität zu Film haben und die illegalen Internet-Angebote eher als “Vorschau” denn gleichwertigen Ersatz nutzen. Sprich: Wenn ein Film dort gefällt, wird er später im Kino angesehen oder für die heimische Couch erstanden.

Natürlich läuft dieses Ergebnis nicht gerade konform mit den sonstigen Bestrebungen, kino.to als Untergang des filmischen Abendlandes anzusehen, was unter Umständen auch dafür verantwortlich sein könnte, dass die Studie bisher nicht veröffentlicht wurde. Die GfK redet sich zwar damit raus, dass sogar ein Großteil ihrer Studien nur für den internen Gebrauch sei, doch irgendwie zieht das hier nicht. Leute, auf zu kino.to (oder, äh, jetzt natürlich kinox.to), dann löst sich das Raubkopier-Problem von ganz alleine in Luft auf!

Es ist schon eine seltsame Welt, diese unsere. Wenn illegale Downloads auf einmal als Segen erscheinen, sollte man als nächstes umgehend in Angriff nehmen, die 100 dümmsten Schafe Deutschlands mit geblümten Plastikunterhosen auszustaffieren.

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