Kino.to - Nicht willkommen zurück!

Martin Beck
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So manchmal darf man sich schon fragen, ob noch alle Tassen im Schrank sind. Vor rund fünf Wochen wurde kino.to in einer spektakulären Polizeiaktion vom Netz genommen…und nun ist die Seite tatsächlich wieder da, unter dem leicht abgewandelten Namen kinox.to.

Kino.to - Nicht willkommen zurück!

Eigentlich sollte diese Meldung bereits gestern online gehen, doch da konnte man die Seite praktisch nicht erreichen – so stark war der Zulauf der anscheinend immer noch nicht schlauer gewordenen “Kundschaft”.

Kinox.to macht genau da weiter wo kino.to aufgehört hat und präsentiert sich zudem auf der Startseite mit einer Ansage, die an haarsträubender Blödheit eigentlich nicht mehr zu unterbieten ist:

“Das legendäre Online-Stream-Portal Kino.to war eine der Lieblingsseiten vieler deutscher und ausländischer Internetnutzer, die es satt hatten viel Geld für überteuerte Kinovorstellungen und verspätete Serien-DVD-Releases auszugeben.

Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich ihr könnt uns stoppen nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden? Merkt ihr überhaupt noch was in eurem Wahn? Für was finanzieren wir euch jeden Monat? Damit ihr uns verarscht?!

Was ist aus diesem Land geworden? Wo ist unsere Freiheit hin? Und warum werden solche fanatischen Geldgeier-Organisationen unterstützt vom Staat und Politik?!”

Alles klar? Wenn Dummheit singen könnte, würde kinox.to pausenlos leidenschaftliche Arien schmettern. Und: Die Staatswaltschaft Dresden wirft den Betreibern und Mitarbeitern von kino.to die Gründung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung in mehr als 1 Mio Fälle vor. Es wird derzeit geprüft, ob auch gegen die Nutzer der Seite Strafanträge gestellt werden können.

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