Kino.to - Nutzern droht bald Strafverfahren

Hüseyin Öztürk

Das Verfahren gegen die Betreiber des im vergangenen Jahr geschlossen Streaming-Portals Kino.to läuft immer noch und nun geraten auch Nutzer des Angebots ins Visier der Staatsanwaltschaft. Wie der Focus berichtet, müssen tausende ehemalige Nutzer mit einem Strafverfahren durch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden rechnen.

Kino.to - Nutzern droht bald Strafverfahren

Die Daten der betroffenen Nutzer stammen von den beschlagnahmten Kino.to-Rechnern. Sie hatten, als sogenannte Premium-Kunden, für einen werbefreien Filmgenuss per PayPal Geld an die Betreiber überwiesen. Anhand dieser Informationen will man nun gegen die Nutzer vorgehen. Ein ähnliches Bezahlsystem soll auch für den Nachfolger Kinox.to existieren.

Gegenüber dem Focus sagte Matthias Leonardy, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen (GVU): “Den Nutzern von Kinox.to müsste klar sein, dass sie damit Kriminelle unterstützen. Das gilt insbesondere für die Inhaber von bezahlten Premium-Accounts.”

Gegen die Macher von Kinox.to möchte die GVU noch im Februar einen Strafantrag stellen. Nach einem Urteil des Amtsgerichts Leipzig vom Dezember 2011 ist auch das Streaming von Inhalten strafbar.

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