Die besten Filme 2012 – alle Kino-Highlights im Überblick

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Von “Avengers” bis “Ziemlich beste Freunde”: Wir lassen das Kino-Jahr Revue passieren und haben die besten Filme 2012 zusammengestellt – hier mit Trailern und Verweis auf die ausführlichen Kritiken. Im chronologischer Reihenfolge: Welche Filme setzten 2012 besonders hell leuchtende Kino-Glanzlichter?

Die besten Filme 2012 – alle Kino-Highlights im Überblick

//Update 31.12. – Das Kinojahr und die Liste sind nun komplett. Nachdem die Monate Januar bis Mai von Martin zusammengefasst wurden (veröffentlicht am 9.6.), hat Peer die zweite Hälfte übernommen – enjoy. Einen ebenfalls ausführlichen Jahresrückblick liefert auch unser Kino-Podcast zum Anhören.// Update 23.10.2013: Auch für das neue Jahr gehen wir ins Detail – hier geht’s zu den besten Filmen 2013. //

Januar

Bereits Anfang Januar startete einer der erfolgreichsten europäischen Filme der letzten Jahre: „“, die sozial verträgliche Geschichte einer Freundschaft jenseits aller gesellschaftlichen Klassen und Vorurteile – was auf gar keinen Fall große Filmkunst bedeutet, aber immerhin unterstreicht, dass es auch ohne 3D und dicke US-Stars geht. „Ziemlich beste Freunde“ ist DER Konsensfilm für unpeinliche „feel good“-Unterhaltung mit, ähem, „Anspruch“.



Ebenfalls europäische Wurzeln besitzt das von David Fincher inszenierte Remake von „Verblendung“, das zwar nie das Stigma dramatischer Sinnlosigkeit ablegen kann, aber nur für sich genommen einen durchaus intelligenten und komplexen Thriller abliefert – inklusive hervorragender Leistungen von Daniel Craig und Rooney Mara, einem der besten Vorspänne der letzten Jahre und einem zu braven Ende – selbstverständlich die einzige wirklich relevante Änderung gegenüber dem Original.



Bereits eine Woche später startete dann „Die Muppets“, eine überaus gelungene Re-Animation der allseits beliebten Chaos-Puppen-Truppe um Kermit und Miss Piggy. Das „Die“ im Titel erzeugte ja bei Kermit nachhaltiges Stirnrunzeln, doch von Sterben kann nach dieser knuffigen Mischung aus „old school“ und dezenten Neuerungen keine Rede sein. „Furzschuhe“ are here to stay – YEAH!



Das mit dem „here to stay“ trifft auch ganz sicher auf Ryan Gosling und Nicolas Winding Refn zu, die mit „Drive“ nichts weniger als einen modernen Genreklassiker geschaffen haben. Kein Film dieses Jahr wird noch tiefere Coolness-Temperaturen erreichen, kein Film dieses Jahr wird noch konsequenter Schweigen als integralen Bestandteil der Handlung begreifen. „Drive“ ist Gänsehaut pur, New-New Hollywood, Johnnie To und ganz einfach ein Fest für Filmfans, die immer noch an intelligentes, kinetisches und stilbildendes Genrekino glauben wollen. Mit vorsichtigem Nachdruck: Das ist DER beste Film 2012.



Ebenfalls in der letzten Januarwoche liefen auch noch ““ und „“ an, zwei Oscar-prämierte Dramen, die beide unbedingt sehenswert sind und beide auf ihre Weise eine wagemutige Agenda auffahren. „The Artist“ setzt mit Form und Inhalt auf eine nostalgische Zelebration früher Kinofreuden, „The Descendants“ bietet klassisches amerikanisches Independent-Kino, das zwar immer noch große Stars (=George Clooney) anzieht, doch eigentlich kaum noch relevante Hipster-Coolness absondert. Off-Inhalte sind eben schon lange Mainstream – und zumindest manchmal so originell (=“The Artist“) bzw. so konsequent bei ihren Wurzeln (=“The Descendants“), dass man nach wie vor gerne im Kino Platz nimmt.



Februar

So richtig glücklich wurde man im zweiten Monat des Jahres leider nicht, zumindest was das Kinoangebot anging, denn stilsichere Langeweile (=„Dame König As Spion“), viel VIEL zu gut gemeintes Retro-Geschleime (=„Hugo“), kreuz-konservativer Wendy-Bombast (=“Gefährten“) oder stramm verwackeltes Action-Gehechel (=“Safe House“) sind nach wie vor keine Alternativen zu echter filmischer Begeisterung – die sich dann glücklicherweise ganz am Ende des Monats doch noch einstellen durfte. Mit „“, einem wunderbar bissigen und wunderbar bösen „coming of age“-Drama. Das kaum jemand gesehen hat, weil es eben nicht so kuschelig wie „“ daherkommt. Sondern einfach verdammt ehrlich bleibt, trotz einer manchmal an der Grenze zur Prätention schliddernden Bitterkeit.



März

Gleich Anfang März wurde dem Stichwort „Bitterkeit“ nochmal eine verdammt intensive Borde verpasst, mit Steve McQueens großartigem Nachfolger zu „“, „Shame“ – einer zugleich beklemmenden und faszinierenden Meditation über physische Lust und die darin lauernde Einsamkeit. Die ständigen Sex als Gefängnis begreift. Und Michael Fassbender, in all seiner kantigen/ glamourösen/ unberechenbaren Furchtlosigkeit, als einen DER großen Schauspieler „unserer“ Generation etabliert.

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