Freddie Mercury zum 20. Todestag: Die 10 geheimen Greatest Hits von Queen

Freddie Mercury zum 20. Todestag: Die 10 geheimen Greatest Hits von Queen

Am 24. November jährt sich der Todestag von Freddie Mercury zum 20. Mal. Wir gedenken dem Queen-Sänger mit einer Best-of-Liste. Die beiden “Greatest Hits”-Alben von Queen dürfen natürlich in keinem Plattenschrank fehlen (das dritte von 1999 verschweigen wir an dieser Stelle lieber), aber ich kenne keinen Queen-Fan, auf dessen Mixtapes nicht auch darüber hinaus viele Album-Songs gelandet sind – und da gibt es tatsächlich einiges zu entdecken. Hier folgen unsere alternativen Greatest Hits – die zehn besten Queen-Songs, die nicht auf den Greatest Hits enthalten sind.

Was natürlich eine naheliegende Idee ist, der auch die Band gefolgt ist. Zum 40. Band-Jubiläum, das ebenfalls in diesem Jahr gefeiert wird, erschien neben den digital geremasterten Alben auch die “Deep Cuts”-Reihe, bei der die verbliebenen Bandmitglieder weitere persönliche Greatest Hits zusammenstellten. Für Fans bringen diese neuen Compilations freilich wenig, da die Songs ja sowieso schon auf den Alben enthalten sind – für die “Greatest Hits”-Besitzer bieten sie aber vielleicht doch einen weiteren Einstieg. Interessanter für die Queen-Gefolgschaft ist demgegenüber die neue “definitive” Doku “Days Of Our Lives” (hier unsere Besprechung), die am 25.11.2011 erscheint.

Freddie Mercury: Zur Person

Freddie Mercury wurde 1946 als Farrokh Bulsara auf Sansibar geboren und wuchs in Indien auf, beim Grafikdesign-Studium in London lernte er die Band Smile kennen. Als deren Sänger Tim Staffell ausstieg, gründete er mit den verbliebenen Musikern Brian May und Roger Taylor die Gruppe Queen. 1971 komplettierte John Deacon die Band-Besetzung – die sich bis Freddie Mercurys Tod nicht mehr ändern sollte. Es folgten 14 Studioalben, über 300 Millionen verkaufte Tonträger, Stadion-Touren durch die ganze Welt, bahnbrechende Videos, ein reiches Leben. Nach Jahren auf dem Pop-Olymp starb Freddie Mercury am 24. November 1991 an AIDS.

Um dem einzigartigen Sänger zu gedenken, nun den Vorhang auf für die Greatest Hits von Queen, die nicht auf den offiziellen Greatest Hits enthalten sind.

1. Spread Your Wings

Ein Geheimfavorit vom “News of the World”-Album wurde einer der meistgecoverten Songs von Queen. Die Komposition von Basser John Deacon ist eine hymnische Ballade, neben der We Will Rock You und We Are The Champions fast plump erscheinen. Ein perfekter Song.

2. Princes Of The Universe

Here we are, born to be kings… Der Theme-Song für die Highlander-Serie gehört zu den kraftvollsten Kompositionen Mercurys. Im Video mit zahlreichen Filmszenen zieht auch der Queen-Sänger die Klinge – allerdings kein Schwert, sondern den legendären abgesägten Mikrofonständer.

3. The Prophet’s Song

Der längste Song, den Queen je aufgenommen haben, beruht auf einem Traum von Brian May von der Sintflut. Der traumhaft-verwehte Kanon im Mittelteil wurde mit damals experimentellen Delay-Maschinen eingesungen, die Texte beziehen sich auf die Bibel.

4. Seaside Rendezvous

Schon auf “Sheer Heart Attack” hatte es mit “Bring Back That Leroy Brown” einen Vaudeville-inspirierten Song gegeben, was Queen dann auf “Night At The Opera” weiter verfolgten und mit dem kaum zweiminütigen “Seaside Rendezvous” zur Perfektion brachten. Inklusive Step-Einlage und Roger Taylors mit Stimmen geformter Jazz-Kapelle.

5. Love of my Life

Einer der Songs, bei denen man sich fragt, warum sie nicht sowieso schon auf den Greatest-Hits-Platten vertreten sind. Unvergessen der Gänsehaut-Moment im Wembley-Stadion, als das Publikum von Freddy Mercury dirigiert fast komplett den Gesang übernahm. Die unfassbaren Chöre der “Night At The Opera”-Ära veredeln eins der schönsten Liebeslieder ever.

6. Liar

Liar eröffnet die zweite Seite des Debüt-Albums “Queen” – was für ein Epos! Ein Höhepunkt der frühen Progressive- und Led-Zeppelin-geprägten Zeit. Eine um rund die Hälfte gekürzte Fassung (von sechseinhalb auf drei Minuten Spielzeit) erschien als Single, allerdings nur in den USA und in Neuseeland, und ohne zu charten.

7. In the Lap of the Gods

“In the Lap of the Gods” war die Blaupause für “Bohemian Rhapsody”, wie Freddie Mercury selbst zu Protokoll gab. Mit seinem ruhigen Klavier-Anfang, der Struktur, den hymnischen Chören und dem Gitarren-Ausbruch wies es den Weg vom Hardrock zu den “Opera”-Tagen. Als traditionelles Schlusslied bei Konzerten wurde die Mercury-Komposition erst durch “We are the Champions” abgelöst.

8. The Millionaire Waltz

Auch wenn “A Day At The Races” eher wie ein kleiner Bruder des Jahrhundertwerks “Night At The Opera” wirkte, enthielt das Album von 1977 doch auch neben “Somebody to Love” weitere großartige Kompositionen – wie Mercurys “Millionaire Waltz”. Der zeigt Queen mit allen Qualitäten: Die Klavierarbeit, Deacons swingender Bass, hymnische Chöre, Einflüsse von 20er-Jahre-Musik, Brian Mays einzigartiger Solosound, abwechslungsreiche Rock- und Balladenparts.

9. It’s Late

Ein klassisch bluesiges May-Riff dominiert diesen Song, der (ein Jahr vor Eddie van Halen) ein Tapping-Solo enthält. Der überraschend einbrechende Chorus strukturiert die drei Akte des Songs, am Ende lassen Queen ihre Live-Qualitäten als Rockband aufblitzen.

10. These Are the Days Of Our Lives

Die letzte Single zu Lebzeiten Freddie Mercurys ist sein Schwanengesang. Das Video wurde im Mai 1991 aufgenommen und zeigt den blassen Sänger im Kampf mit der Krankheit, der aber immer noch ein Lächeln übrig hat und die Zeile aus “Love of My Life” wiederholt: “I still love you”.

Die von Brian May gesungenen Lieder blieben in dieser Liste außen vor, sonst wären wohl auch “39″, “All Dead, All Dead” oder “Sail Away Sweet Sister” durchaus Kandidaten gewesen. Aber 10 sind auch wirklich eine kurze Liste für diese Band. Welche Songs gehören für Euch noch dazu?

Folge uns auf Facebook, Twitter oder Youtube. So bist du immer auf dem neuesten Stand.

Weitere Themen: LED

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz