Mac App Store: Diese wichtige Neuerung kommt im Januar 2018

Florian Matthey
1

iPhone- und iPad-Benutzer kennen es bereits: Mit dem iOS 11 lassen sich veraltete 32-Bit-Apps nicht mehr starten. Jetzt macht sich Apple bereit, 64-Bit-Apps auch auf dem Mac zu „erzwingen“ – zumindest zum Teil.

Mac App Store: Diese wichtige Neuerung kommt im Januar 2018

Mac App Store: Ab Januar nur noch 64-Bit-Apps erlaubt

Im offiziellen Entwickler-Blog hat Apple Entwicklern mitgeteilt, dass das Unternehmen ab Januar 2018 nur noch 64-Bit-Apps als Neuerscheinung im Mac App Store akzeptieren werde. Bestehende Apps, für die Entwickler Updates veröffentlichen, dürfen also weiterhin 32-Bit-Apps sein – hier greift allerdings ab Juni 2018 eine entsprechende Regelung: Dann müssen alle Apps zu 64-Bit-Apps werden, wenn Entwickler für sie Updates im Mac App Store veröffentlichen möchten.

64-Bit-Prozessoren können unter anderem mehr als 4 GB Speicher ansprechen. Moderne Macs liegen teilweise deutlich über dieser Grenze; beispielsweise bietet selbst der günstigste aktuelle iMac 8 GB RAM. Unseren Test des aktuellen 27-Zoll-iMac seht ihr im Video:

12.397
27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test

macOS wie iOS: Apple will 64-Bit-Apps „erzwingen“

Die Änderung ab Januar 2018, die Apple bereits im Sommer im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC verkündet hatte, ist Teil der Strategie, sowohl Macs als auch iPhones und iPads mitsamt ihrer Software komplett ins 64-Bit-Zeitalter zu bringen.

Geniale Idee: iMac-Standfuß wird zur Ladematte fürs iPhone X

Mit dem iOS 11 lassen sich 32-Bit-Apps bekanntlich überhaupt nicht mehr starten – was Benutzer einiger älterer Apps, für die Entwickler schon lange keine Updates mehr veröffentlicht hat, ein wenig ärgerte. Darunter befinden sich einige beliebte Apps, für die es allerdings auch Alternativen gibt:

Zuvor hatte Apple den Benutzern bereits im iOS 10 Warnmeldungen angezeigt, um sie zu informieren, dass die entsprechenden Apps bald nicht mehr funktionieren würden. Auf der WWDC hatte Apple angekündigt, dass das im Jahr 2018 erscheinende macOS 10.14 entsprechende Meldungen auf dem Mac anzeigen wird.

Da es Mac-Apps auch außerhalb des Mac App Store gibt und bei Desktop-Apps der Wechsel zur 64-Bit-Architektur wohl im Schnitt auch aufwendiger ist als bei Mobil-Apps, lässt Apple Entwicklern aber mehr Zeit, bevor das Unternehmen tatsächlichen „Zwang“ anwendet. Mittel- bis langfristig – vielleicht schon mit dem macOS 10.15 im Jahr 2019 – wird Apple aber wohl auch auf dem Mac 32-Bit-Apps „blockieren“. Die gute Nachricht ist: Die allermeisten aktuellen Apps sind auch auf dem Mac bereits 64-Bit-Apps. Was meint ihr: Macht Apple das richtig, oder sollte das Unternehmen den Entwicklern mehr Zeit geben?

Quelle: Apple via Heise

Weitere Themen: Apple