eFast-Browser imitiert Chrome - so löscht ihr die Malware!

Kristina Kielblock
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Malware bzw. Adware vom Feinsten im Umlauf: Der Browser-Hijacker eFast ist von der ganz gemeinen Sorte, denn er ersetzt und imitiert den Original Google-Chrome-Browser. Dieser Hijacker übernimmt also nicht euren existierenden Browser, sondern installiert einen neuen auf eurem System, der optisch mit dem Google Chrome-Browser nahezu identisch ist. Wie die Malware funktioniert und wie ihr sie von eurem System entfernt, lest ihr hier.

eFast-Browser imitiert Chrome - so löscht ihr die Malware!

Dem Malwarebytes-Team verdanken wir die Entdeckung und Bestimmung des eFast-Browser-Hijackers, der Google Chrome ersetzt, optisch imitiert und dafür sorgt, dass ihr mit Spam und schädlicher Software überschwemmt werdet. Dabei übernimmt er auch die Kontrolle über Dateiverknüpfungen, die regeln, welche Programme Dateien mit bestimmten Endungen öffnen. Dasselbe gilt natürlich auch für URL-Verknüpfungen.

Wer also den Hijacker eFast auf seinem Rechner gefunden hat, sollte ihn schleunigst löschen, denn abgesehen von der permanenten Zuschüttung mit Werbung, leitet euch der Browser auch auf andere Seiten mit schädlicher Software um und ist daher als Gefährdung eures Systems anzusehen.

Wo ihr eFast bekommt und wie ihr feststellt, ob es bereits auf eurem Rechner ist

Die schädliche Software bekommt ihr in der Regel durch sogenannte Software-Bundles beim Herunterladen von Freeware. Generell solltet ihr beim Download kostenloser Software immer vorsichtig sein und lieber zweimal prüfen, ob der Anbieter vertrauenswürdig ist. Aber auch bei großen und eigentlich zuverlässigen Anbieter kann sich immer mal Malware bzw. Adware eingeschleust haben, daher müsst ihr auch bei der Installation der Freeware äußerst achtsam sein und solltet diese Art von heruntergeladener Software nur im benutzerdefinierten Modus installieren, damit ihr zur rechten Zeit die Häkchen wegklicken könnt.

Ob ihr bereits schon mit eFast infiziert seid, könnt ihr ganz leicht feststellen, indem ihr die Liste, der auf eurem Rechner installierten Software öffnet. Dort findet ihr dann einen Eintrag “eFast“.

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eFast: Der falsche Browser gefährdet euer System

  • eFast täuscht euch vor, der Google-Chrome-Browser zu sein – inklusive der imitierten Icons sieht die Oberfläche sehr echt aus.
  • eFast verankert sich in eurem System und richtet sich als Standard-Browser ein, löscht Chrome-Shortcuts und platziert dafür seine Imitate.
  • eFast stellt Verknüpfungen mit diversen Dateitypen und URLSs her. Dateien: gif, htm, html, jpeg, jpg, pdf, png, shtml. webp, xht, xhtml & URLs: ftp, http, https, irc, mailto, mms, news, nntp, sms, smsto, tel, urn, webcal. Das bedeutet, dass nahezu jede Datei und jeder Link mit eFast geöffnet wird.

Für Experten ist dieser Hijacker-Browser eher eine gute Nachricht, denn sie können sich an dem Fakt erfreuen, dass die aktuellen Browser anscheinend schon so sicher sind, dass Hacker ihre Malware nur noch schwer anhängen und integrieren können. Deshalb greifen sie dazu, eigene Browser auf den Systemen ihrer Opfer zu installieren. Die Freude darüber dürfte beim betroffenen User eher gemäßigt ausfallen und daher jetzt die Anleitung, wie ihr den lästigen Störenfried wieder loswerdet.

So entfernt ihr eFast von eurem System

Wer heute im Netz surft ohne einen guten Viren- und Malwareschutz kann problemlos als leichtsinnig bezeichnet werden. Das Internet ist voller Gefahren und wer sich diesen Bedrohungen ungeschützt aussetzt, darf sich nicht wundern, wenn er teilweise herbe Konsequenzen zu tragen hat. Der Browser Hijacker eFast gehört da noch zu den harmloseren Varianten, da er verhältnismäßig schnell zu entfernen ist und seine Hauptaufgabe darin besteht, euch zuzuspammen und auf Werbeseiten umzuleiten. Allerdings leitet er euch auch auf Seiten weiter, die noch mehr schädliche Software verbreiten und so könntet ihr euch auch einen Trojaner oder ähnliches zuziehen.

Wer eine ordentliche Software wie Malwarebytes Anti-Malware auf seinem Rechner installiert hat, muss sich jedenfalls weniger Sorgen machen und wäre auch vor der Installation von eFast von diesem gewarnt worden. Hätte also einiges an Zeit und Ärger sparen können.

Malwarebytes warnung vor efast

Wer nicht gewarnt wurde und eFast bei sich gefunden hat, sollte also folgendes unternehmen:

  1. Die Software Malwarebytes Anti-Malware herunterladen.
  2. Doppelklickt auf mbam-setup-version.exe und folgt den Installationsanweisungen.
  3. Falls es ein Update gibt, werdet ihr nach der abgeschlossenen Installation darauf hingewiesen und könnt nach einem Download die neuste Version installieren.
  4. Wenn ihr das Programm geöffnet habt, wählt Scan Now oder Threat Scan aus dem Menü aus.
  5. Sobald der Scan abgeschlossen ist, prüft ihr bitte, ob alle gefundenen Threats ausgewählt, also mit einem Häkchen versehen sind und klickt auf Remove bzw. Entfernen.
  6. Ihr werdet aufgefordert, den Computer neu zu starten. Anschließend müsst ihr nichts mehr machen, denn Malwarebytes Anti-Malware hat eFast komplett entfernt.
  7. Die Icon-Verknüpfungen auf eurem Desktop könnt ihr einfach mit Rechtsklick auf das Icon und der Auswahl Löschen entfernen.
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Giga Malwarebytes Anti-Malware Video Overview

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