Interplay - Publisher wieder pleite

Jan

Geschichte wiederholt sich. 2004 musste Interplay Entertainment erstmals Insolvenz anmelden und nun steht der Publisher erneut vor dem aus. In der Kasse herrscht Ebbe und fast drei Millionen Dollar Defizit über die letzten Jahre machen sich nun drastisch bemerkbar.

Interplay - Publisher wieder pleite

Interplay Entertainment und die längst geschlossene Tochter Black Isle sind berühmt für Titel wie Battle Chess, Baldur’s Gate und Fallout. Doch mit Ruhm alleine kann man keine Rechnungen zahlen. Und obwohl bereits zahlreiche Interplay-Marken über die Jahre lizenziert und so zu schnellem Geld gemacht wurden, hat der Publisher einiges an Schulden angesammelt.

Fast 750.000 US-Dollar muss die Firma noch an Steuern und Gehältern zahlen, kann sich das aber nicht ansatzweise leisten. Die aktuelle Arbeit am Fallout-MMO unter dem Arbeitstitel Project V13 wirft noch kein Geld ab und auch ansonsten gibt es nicht viel vorzuweisen. Manches ist in Arbeit, anderes frisch lizenziert, aber eine Goldgrube die alle Probleme von Interplay lösen könnte, ist nicht darunter.

Derzeit besteht Interplay nur noch aus elf Personen und ist damit nur noch ein Schatten seiner frühen selbst. Nachdem bereits früher einmal Insolvenz angemeldet wurde, könnte es nun ausgesprochen schwer werden, ein weiteres Mal willige Geldgeber zu finden. Das wäre das endgültige Aus für Interplay. Aber wer weiß. Auch wenn man dem Publisher sein Ende nicht wünscht, entsteht doch so häufig auch unerwartet etwas neues Großes.

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