Porsche „Mission E“: Mehr Power per Softwareupdate

Stefan Bubeck
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Porsche-Chef Oliver Blume hat in einem Interview verraten, dass der Elektrosportwagen „Mission E“ per Softwareupdate mehr Power bekommen könnte – dieses Konzept kennen wir von Tesla.

Porsche „Mission E“: Mehr Power per Softwareupdate

Der Autobauer Porsche steht für Rennerfolge, PS, Luxus und Technologie. Letzteres soll der „Mission E“ beweisen, er soll die Antwort auf den großen Wandel hin zur Elektromobilität sein. Erstmals 2015 vorgestellt, soll das Konzeptfahrzeug den Weg in die rein elektrisch angetriebene Zukunft weisen und ist so auch eine Antwort auf ambitionierte neue Herausforderer wie Tesla mit seinem Model S, das bereits mehrmals durch Sprintrekorde Aufsehen erregt hat.

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Konzeptstudie Porsche Mission E – Design

Porsche Mission E: Leistungsvarianten und Autopilot angekündigt

Im Gespräch mit dem britischen Magazin AUTOCAR hat nun Porsches Vorstandsvorsitzender Oliver Blume persönlich einige interessante Äußerungen gemacht. „Der Mission E wird im Segment unterhalb des Panameras angesiedelt. Er bietet eine 500-Kilometer-Reichweite und kann in 15 Minuten auf 80 Prozent geladen werden.“ Das wären ordentliche Werte, wobei das Serienmodell eines Mission E erst Ende 2019 erscheinen wird – bis dahin kann die Konkurrenz aufrücken, beziehungsweise vorbeiziehen. Tesla hat bereits jetzt Sportwagen mit vergleichbarer Reichweite im Angebot, ist aber auch für sehr lange Wartezeiten bei der Auslieferung bekannt.

„Wir denken an verschiedene Ausstattungsvarianten,“ so Blume im Hinblick auf die Leistung des Technologieträgers. „Es wird mehrere Varianten geben, mit verschiedenen Leistungsstufen. Es könnte mit Over-the-Air-Optionen funktionieren. Es ist noch nicht entschieden, aber es wäre denkbar die Leistung so zu steigern. Wenn Sie beispielsweise 400 PS haben, könnte das Upgrade zu 450 PS führen.“ Ein Upgrade der Motorleistung per Softwareupdate – auch hier ist Tesla ein Praxisbeispiel, die Kalifornier haben so dem Model S P100D zu einem besseren Sprintverhalten verholfen.

Bildergalerie Porsche Konzept Mission E

Blume hat gegenüber den Journalisten ebenso bestätigt, dass autonomes Fahren bis zu Stufe 4 möglich sein soll: Selbstfahrend in fast allen Situationen, die Aufmerksamkeit des Fahrers wird in diesem Modus nicht benötigt. Längere Strecken seien aber nicht vorgesehen: „Es gibt Situationen in Staus, in denen Sie eine Zeitung lesen können. Aber unsere Kunden lieben es, selbst zu fahren und das wird auch so bleiben.“

Porsche Produktionsvorstand Albrecht Reimold hat Anfang März im Gespräch mit der Wirtschaftswoche einen Einblick in die Vorbereitungen rund um den Mission E gegeben: „Wir ziehen neue Gebäude hoch, erproben technische Komponenten für das Auto und lernen die Fachkräfte an. So arbeiten wir von zwei Seiten auf das Serienprodukt zu, sodass wir dann wie geplant die Serienproduktion starten können.“

Quelle: AUTOCAR, Wirtschaftswoche

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