Wann gelingt Elektroautos der Durchbruch und wo stehen wir eigentlich heute? Zwei Charts geben darauf Antworten und helfen dabei, Skeptiker und Befürworter der Technologie zu verstehen.

Tesla, Leaf und Twizy sind der Tropfen auf den heißen Stein – Zahl des Tages
Bildquelle: GIGA

Fangen wir mit der optimistischen Seite an, denn eine wichtige Kennzahl für Elektromobilität explodiert förmlich. Die Zulassungszahlen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge bilden in der grafischen Darstellung einen sogenannten Hockey-Stick, also einen extremen steil wirkenden Anstieg der Kurve. Über 25.000 Neuzulassungen von Elektroautos gab es 2017 in Deutschland – ein stattliches Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren. In Anbetracht dieser Entwicklung könnte man als Beobachter voreilig zum Schluss kommen, es sei endlich Zeit für den Champagner.

Elektroauto-Zulassungen: Nur in Norwegen nennenswert hoch

So weit ist es aber noch nicht, denn wenn man die Neuzulassungen als Anteil der Gesamtzulassungen aller Fahrzeuge – also neben elektrisch betriebenen Kraftwagen auch Benziner und Dieselfahrzeuge – betrachtet, sieht es in Deutschland ganz anders aus. Nicht einmal zwei Prozent Anteil, das ist der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Innerhalb der EU ist Norwegen der Spitzenreiter, in der Hauptstadt Oslo sind 40 Prozent der Neuzulassungen elektrisch. Der Grund dafür ist die Förderung vom Staat, dem Käufer bleiben Mehrwertsteuer, Importsteuer und Kfz-Steuer erspart, ein E-Golf ist also beispielsweise günstiger als ein Benzin-Golf.

Es gibt in Deutschland noch viel zu tun, wenn Elektroautos die Straßen erobern sollen – politisch, technisch und strukturell. Eine grundlegende Sache sollte man dabei natürlich nicht außer Acht lassen: Ein Elektrofahrzeug kann nur so sauber sein wie das Kraftwerk, das seinen Strom produziert.

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