Bye, Bye Netzneutralität: EU-Kommission kippt Gleichbehandlung von Daten

Tobias Heidemann
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Gleiche Datenübertragung für alle. Das Gebot der Netzneutralität sorgte in der EU bisher für die Gleichbehandlung der Bürger im Netz. Die Provider sind gezwungen, Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität zu übertragen – also unabhängig davon woher die Daten stammen, wo sie ankommen und natürlich auch davon, welchen Inhalt sie haben. Nun will die EU-Kommission laut dem Handelsblatt eben diese Gleichbehandlung von Daten im Internet kippen. Sie stellt sich damit hinter die Interessen der Deutschen Telekom.

Bye, Bye Netzneutralität: EU-Kommission kippt Gleichbehandlung von Daten

Für Netzaktivisten ist es eine Horrorvorstellung und nicht weniger als das Ende der Gleichbehandlung von Daten im Internet. Ein Zwei-Klassen Netz, dass die Daten der Bürger in unterschiedliche Qualitätsklassen einteilt und sie dann entsprechend behandelt. So könnten etwa Datenpakete, die bestimmten kommerziellen Interessen zuzuordnen sind von den Internet Providern bevorzugt behandelt werden – also zum Beispiel schneller und in besserer Qualität übertragen werden – als jene Daten, die hingegen zu privaten Zwecken übertragen werden.

Die Exklusivmeldung stammt aus dem Handelsblatt, welche aus einem Papier der EU-Kommissarin Neelie Kroes zitiert. Dort heisst es »Inhalteanbieter und Telekommunikationsprovider sind frei, miteinander Vereinbarungen zum Umgang mit Volumentarifen der Kunden und der Übertragung von Daten unterschiedlicher Qualitätsklassen zu schließen«.

 

Via: HandelsblattDie Welt/

Bildquellen: http://www.killerartworx.de/(“Trossel”) und http://ec.europa.eu/index_de.htm

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