Wasser und Elektrizität - Wasserkühlungen im Überblick

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(Holger) Eigentlich ist die Mischung aus Wasser und Elektrizität keine gute Idee. Bei der Kühlung von heißen Bauteilen im PC ist jedoch die Flüssigkeitskühlung klar im Vorteil im Vergleich zur klassischen Luftkühlung. Wir zeigen Euch heute, wie man die Komponenten ins Gehäuse integriert.

Wasser und Elektrizität - Wasserkühlungen im Überblick

In drei großen Kartons wurde uns von caseking.de exemplarisch eine kleine Auswahl an Wasserkühlungshardware zugeschickt. Inhalt: verschiedenste Einzel-Komponenten und Komplett-Lösungen für die Kühlung der heizenden Elektronik.

Eine Wasserkühlung besteht in der Regel aus drei oder vier essentiellen Bauteilen: Der Pumpe, einem oder mehreren Kühlkörpern, einem Radiator, der das warme Wasser wieder herunterkühlt und – wenn auch nicht zwangsläufig notwendig – einem Ausgleichsbehälter, der den Wasservorrat aufrechterhält. Auf letzteren kann man auch verzichten, aufgrund der bequemeren Be- bzw. Nachfüllung des Wasserkreislaufs ist ein Ausgleichsbehälter jedoch äußerst ratsam.

Bei den Pumpen gibt es bei den gängigen WaKü-Anbietern eine vergleichsweise kleine Auswahl. Am bekanntesten sind die Pumpen der Firma Eheim. Aber auch bei den Wasserpumpen sind inzwischen einige Alternativen am Markt. Zu beachten ist bei den Pumpen zum einen die Stromversorgung, die entweder mit 230 Volt direkt aus einer Steckdose geschieht oder über 12 Volt am Netzteil des PCs abgegriffen werden kann. Beim Kauf von Einzelteilen muss man auch darauf achten, dass die passenden Adapterstücke für die Schläuche dazu gekauft werden.

Ein weiteres Bauteil welches oftmals direkt an der Pumpe sitzt ist der Ausgleichsbehälter. Über den Behälter wird der geschlossene Kreislauf mit Wasser befüllt. Prinzipiell kann man auf den Behälter verzichten, jedoch ist das Auf- bzw. Nachfüllen des Systems bedeutend schwieriger.

Kommen wir zum wohl wichtigsten Bestandteil der Wasserkühlung: Dem eigentlichen Kühlblock, der an CPU, Grafikkarte, Chipsatz, Festplatte, Speicherriegel, Spannungswandler oder gar im Netzteil selbst angebracht ist. Im Kühlkörper wird die Hitze vom Wasser aufgenommen und abtransportiert.

Da in diesem System natürlich irgendwann nur noch heißes Wasser fließen würde, gibt es die so genannten Radiatoren. Bis auf einige Ausnahmen handelt es sich dabei um eine mehrfache geschlängelte Rohrkonstruktion mit vielen Kühlrippen. Um die Temperatur des Wassers weiter zu senken kann oder sollte man auch noch einen oder mehrere möglichst große Kühler mit dem Radiator verschrauben. Diese blasen oder saugen dann kühle Luft durch das Radiator-Gitter.

Über die einzelnen Komponenten hinaus gibt es noch verschiedenste Schlauchsysteme, unterschiedliche Kühlflüssigkeiten und natürlich jede Menge Modding-Zubehör, die die Optik der Wasserkühlung verändern können.

Welche weiteren Komponenten und welche Komplettlösungen es gibt zeigen Euch Patrick und Tim heute in der Sendung um 22:00 Uhr!

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