StudiVZ plant im Sommer einen Relaunch

Hüseyin Öztürk
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Das soziale Netzwerk StudiVZ hat schon mal bessere Zeiten erlebt. Seit Jahren sinken die Nutzerzahlen und auf einer Internetseite wird mit Hilfe eines Countdowns bereits das Datum präsentiert, an dem das Netzwerk endgültig die Tore schließt. Anscheinend haben aber die Verantwortlichen StudiVZ noch lange nicht abgeschrieben.

StudiVZ plant im Sommer einen Relaunch

In einem Interview mit Welt Online hat sich Markus Schunk, Chef von Holtzbrinck Digital, über Facebook und die Zukunft von StudiVZ geäußert. So erfährt man nicht nur, dass man bei Holtzbrinck Digital wieder verstärkt in die sozialen Netzwerke investieren möchte, sondern auch einige Informationen zum gescheiterten Kauf von StudiVZ durch Facebook. Nach Aussagen von Schunk seien damals die Verkaufsverhandlungen sehr weit fortgeschritten gewesen aber letztendlich wäre es aus datenschutzrechtlichen Auflagen, die man nicht beeinflussen konnte, nicht zum Verkauf gekommen. Sicherlich hätte man von diesem Deal profitiert, da man nach dem Verkauf am Unternehmen von Mark Zuckerberg beteiligt gewesen wäre.

Dies gehört aber alles der Vergangenheit an und man plant für den Sommer einen Relaunch der Plattform, um wieder neue Nutzer zu gewinnen. Natürlich weiß man auch bei Holtzbrinck, dass man mit Facebook nicht konkurrieren kann und plant deshalb sich zu spezialisieren, indem man sich auf die eigenen Stärken konzentriert, wie den Daten- und Jugendschutz. Zudem gestand Schunk gegenüber Welt Online ein, statt mit dem Angebot so früh in die Breite zu gehen, hätte man sich lieber den speziellen Bedürfnissen der Zielgruppe widmen sollen. Anscheinend ist man davon überzeugt, dass man mit einem auf deutsche Schüler und Studenten zugeschnittenen Netzwerk wieder erfolgreich sein kann.

Dafür will man bei Holtzbrinck künftig wieder Geld, wie viel genau steht nicht fest, in das Marketing stecken. Zudem plant man in Berlin ein Technologiezentrum, wo das Know-How, das man mit den VZ-Netzwerken gesammelt hat, weiter ausgebaut werden sollen. Die Ergebnisse mit Blick auf das Digitalgeschäft und Social Media sollen dann auch für andere Unternehmensbereiche zur Verfügung stehen. Man darf gespannt sein, ob Holtzbrinck die Webseite “wannstirbtstudivz.com” Lügen straft oder ob das Netzwerk wirklich zum angegeben Zeitpunkt dicht macht.

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