Bargeldlose Zahlungsmittel haben es in Deutschland nicht einfach: Das nationale Debitkarten-System Girocard aka die EC-Karte konnten die deutschen Banken durch die klar ersichtlichen Vorteile schließlich doch an den Kontobesitzer bringen, bei gewöhnlichen Kreditkarten und den verschiedenen Mobile-Payment-Methoden (mPayment) ist man hierzulande aber weiterhin zögerlich.

Die Vielzahl an aktuellen und eingestellten Systemen und die eher selektive Akzeptanz von verschiedenen Läden gegenüber den unterschiedlichen mPayment-Lösungen sind ebenfalls kontraproduktiv.In diesem Ratgeber wollen wir euch eine Übersicht der wichtigsten Mobile-Payment-Apps geben, damit auch ihr bald völlig bargeldlos und ohne zusätzliche Karte entspannt einkaufen gehen könnt.

1. Payback Pay – Mobile Payment

Payback Pay Die neue Payback-App.mp4
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Nicht nur für Punktesammler interessant: die Mobile-Payment-Methode „Payback Pay“ vom beliebten Shopping-Bonussystem. Mit Payback Pay haben Payback-Kunden den Vorteil noch einfacher Punkte zu sammeln und als Zahlmethode einzusetzen sowie eCoupons einzusetzen. Das mPayment-System von Payback hat darüber hinaus den Vorteil, dass es nicht nur per NFC, sondern auch per QR-Code funktioniert, der vom Strichcode-Scanner einfach eingelesen werden kann.

Payback Pay wird bisher bei Aral, dm, Galeria Kaufhof, Real und Alnatura akzeptiert. Alle weiteren Infos zu Payback Pay findet ihr in folgendem Artikel: Payback Pay – Mit dem Smartphone per QR-Code zahlen.

PAYBACK - Karte, Coupons, Geld
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PAYBACK
Entwickler: PAYBACK
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2. PayPal – Mobile Payment

Mit der PayPal-App hat man das Online-Konto immer auf dem Smartphone dabei. Die Akzeptanz der ehemaligen eBay-Tochter PayPal geht dabei heutzutage bereits über Online-Shops und Lieferdienste hinaus. Trotzdem sind die Bezahlmöglichkeiten in der physischen Welt noch stark limitiert. Bisher akzeptieren nur vereinzelte Cafés, Restaurants und andere kleine Läden PayPal als Zahlungsmethode. Bei großen Handelsketten kann man mit der PayPal-App leider noch nicht bezahlen.

PayPal
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PayPal
Entwickler: PayPal Mobile
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3. Vodafone Wallet

Vodafones SmartPass-System gibt es zwar nicht mehr, die Vodafone Wallet hat es aber überlebt. Vodafone-Kunden mit einem NFC-fähigen Android-Gerät können ihr PayPal-Konto oder die VISA-Kreditkarte mit der App koppeln und so jederzeit kontaktlos zahlen. Das Bezahlen per Vodafone Wallet funktioniert dabei bei allen Händlern, die auch das kontaktlose Bezahlen mit VISA unterstützen. Das Ganze funktioniert dabei dank NFC-SIM auch, wenn der Akku des Handys mal versagt.

Darüber hinaus unterstützt die Wallet-App von Vodafone das TraviPay-System. Damit könnt ihr in unterstützten Parkhäusern und anderen kostenpflichtigen Parkplätzen jederzeit euer Parkticket verlängern, wenn beispielsweise die Schlange an der Kasse doch mal länger ist als erwartet.

Vodafone Wallet
Entwickler: Vodafone
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Android Pay, Apple Pay, Samsung Pay & Co.

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Einige mPayment-Methoden sind in anderen Ländern bereits groß. So sind Android Pay, Apple Pay und weitere in den USA, UK sowie im asiatischen Raum bereits stark verbreitet. Hierzulande wartet man jedoch immer noch geduldig auf diese Mobile-Payment-Systeme. Lest dazu auch folgende Artikel:

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Apple Pay auf Deutsch: Screenshots und Video der Einrichtung

MyWallet, Base Wallet, mPass und nun auch kesh – eingestellt

Die verschiedenen Wallet-Apps der deutschen Mobilfunkanbieter wurden nach und nach eingestellt. Gestartet sind die Projekte als starker Hoffnungsträger, um Mobile Payment auch in Deutschland salonfähig zu machen. Und auch wenn Geräte ohne NFC mit Stickern nachrüstbar waren und die Akzeptanz durch Maestro-PayPass und V-Pay durchaus gegeben war, wurden Telekom MyWallet, Base Wallet und o2 mPass nach und nach eingestellt. 2017 ist von den Mobile-Payment-Methoden der Mobilfunkanbieter fast keiner mehr übrig.

Und auch die Mobile-Payment-Lösung der biw (Bank für Inverstments und Wertpapiere AG) ist seit Ende November 2017 eingestellt. Dabei war auch hier das System mit Guthaben-Konto und QR-Code für den Strichcode-Scanner an der Kasse durchaus intuitiv und einfach. Jedoch gab es bis zuletzt nicht genug Akzeptanzstellen, sodass sich auch kesh nicht durchsetzen konnte.

 Bildquellen: pathdoc via Shutterstock

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