Wer im Internet unvorsichtig ist, kann sich schnell einen Virus, Trojaner oder andere Malware einfangen. Doch worum handelt es sich genau bei einem Trojan Generic und was müsst ihr beachten? Wir klären auf.

Trojaner schleichen sich oft als vermeintlich normales Programm in unser System ein. Entweder über Downloads von Programmen oder über Anhänge in E-Mails. Führt man diese als harmlos getarnten Programme aus, gehen sie meist unbemerkt hinter den Kulissen ans Werk – von nervigen kleinen Späßen bis Daten- und Informationsklau. Was genau der Trojaner macht, ist nicht immer gleich und meist nicht erkennbar.

Kaspersky stellt im Video seine Anti-Viren-Software vor:

Kaspersky-Produkte für Heimanwender
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Was ist ein Trojan Generic?

Trojan Generic ist meistens ein Diagnose-Typ eines Anti-Viren-Programmes. Anders als bei einem spezifischen bekannten Fund (einzigartige Dateien), handelt es sich hier um einen allgemeinen (engl. generic) Fund durch die Heuristik (Fund aufgrund von auffälligen Merkmalen oder Aktivitäten) des Anti-Virusprogrammes. Je nach Software werden diese Funde anders betitelt, zum Beispiel:

  • Generic
  • Generic Trojan
  • Gen:Trojan
  • autorun.gen

Meist könnt ihr bei einer Benachrichtigung über einen Fund durch die Anti-Viren-Software drei verschiedene Aktionen wählen: Löschen, in Quarantäne verschieben oder Umbenennen. Allgemein solltet ihr jede Meldung ernst nehmen, bis eine Bedrohung komplett ausgeschlossen werden kann. Die Datei sofort zu löschen, ist bei einer Generic-Trojan-Meldung jedoch nicht immer ratsam, da es sich auch um eine sogenannte „false-positive“-Meldung handeln kann.

False-Positive-Meldungen:

False-Positive-Meldungen zeigen euch sozusagen einen Fund an, der sich dann als falsch herausstellt. Eine Datei wird also fälschlicherweise (false) als „positiver“ Fund bewertet. Um sicherzustellen, dass es sich um eine echte Meldung oder einen Fehlalarm handelt, könnt ihr folgende Punkte überprüfen:

  • Kennt ihr das Programm und verwendet ihr es schon länger ohne Probleme? (z. B. namhafte Programme)
  • Habt ihr das betroffene Programm selbst installiert?
  • Habt ihr das Programm von einer vertrauenswürdigen Quelle heruntergeladen oder einer Original-CD installiert? (z. B. offizielle Herstellerseiten)

Könnt ihr diese Fragen definitiv mit „Ja“ beantworten, handelt es sich wahrscheinlich um einen falschen Alarm. Trotzdem sollte man immer darauf achten, woher man seine Software bezieht. Viele Download-Portale bieten scheinbar offizielle Programme zum Download an. In manchen Fällen sind diese aber mit Malware oder Trojanern modifiziert.

Habt ihr euch vielleicht doch einen echten Trojaner eingefangen oder seid euch nicht sicher, wie ihr die Meldung beurteilen sollt, zeigen wir euch, wie ihr den Trojaner entfernt. Mit Seiten wie Virustotal könnt ihr zusätzlich auch online prüfen, wie verdächtige Dateien zu bewerten sind.

Hilft alles nichts mehr, bleibt noch eine komplette Formatierung und Neuinstallation von Windows.

Konntet ihr einschätzen, ob eure Meldung glaubwürdig ist? Wie oft habt ihr schon einen Trojaner oder Virus auf dem PC gehabt? Welche Anti-Viren-Software benutzt ihr? Schreibt es uns in die Kommentare.

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