Was sind Tracker? Wie deaktivieren? Einfach erklärt

Robert Schanze

Ein Tracker kann vieles sein. Meistens ist der Begriff aber im Zusammenhang  mit dem Internet gemeint, wo Tracking oft als Marketing-Maßnahme auf Webseiten oder bei Smartphones und Tablets eingesetzt wird. Wir erklären in diesem Ratgeber, was Tracker sind und wie ihr sie deaktivieren könnt.

Was sind Tracker? Wie deaktivieren? Einfach erklärt

Was sind Tracker? Wie deaktivieren? Einfach erklärt

Das Wort Tracker kommt aus dem Englischen und kommt vom Verb “to track”. Das bedeutet übersetzt soviel wie “jemanden verfolgen”, “jemanden beobachten” oder “jemanden aufspüren”. Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Trackern.

Meistens ist mit dem Begriff aber Nutzer-Tracking oder Online-Tracking im Internet gemeint, etwa auf Webseiten oder durch Apps auf Smartphones und Tablets. Dort kann dann beispielsweise mit Browser-Cookies oder einem individuellen Browser-Fingerprint der Nutzer per ID-Nummer zugeordnet und seine Online-Aktivitäten nachverfolgt werden. Die gesammelten Informationen werden dann anonym ausgewertet. Relativ neu ist das sogenannte Cross-Device-Tracking.

Webseitenbetreiber oder Marketing-Mitarbeiter können die Tracking-Informationen dann nutzen, um Ihren Webauftritt zu verbessern. Wenn etwa festgestellt wird, dass nur bestimmte Inhalte auf der Webseite angeklickt werden und andere gar nicht, können die anscheinend uninteressanten Inhalte durch andere ersetzt werden.

Tracker im Internet sind eher die Regel als die Ausnahme: Auf manchen Webseiten können mehr als 40 Tracker aktiv sein, die das Nutzerverhalten verfolgen und dokumentieren. Dies geschieht oft auch über andere Webseiten hinweg. Das Firefox-Addon Lightbeam zeigt beispielsweise an, welche Webseiten euch tracken.

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Tracking: Welche Informationen sammeln Tracker?

Tracker sammeln mitunter folgende Informationen:

  • Von welchen Webseiten kommen Nutzer?
  • Wie lange bleiben Nutzer auf der Webseite?
  • Welche Inhalte werden am meisten angeklickt?

Wem nützt ein Tracker?

Der Nutzen von Trackern ist umstritten. Für Markting-Mitarbeiter und Unternehmen sowie die Werbung sind die Informationen aus Nutzer-Tracking höchst interessant. Ein sehr bekanntes Programme zum Online-Tracking von Webseiten ist etwa Google Analytics. Aus Sicht des Nutzers möchte dieser aber sicherlich nicht überall im Internet verfolgt und identifiziert werden, selbst wenn dabei keine Identifizierung mit richtigem Namen, Adresse etc. stattfindet, sondern per Benutzer-ID.

Video | Unwanted Tracking is not cool

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Disconnect - Unwanted Tracking is not cool

Auf der anderen Seite nutzt bestimmte Software wie Windows 10 das Tracking, damit Dienste wie Cortana komfortabel funktionieren und auf Nutzerdaten zurückgreifen können. Allerdings können Tracker mitunter vielmehr Daten tracken, als für die Funktion einer App oder eines Programms benötigt werden.

Bei Smartphone- und Tablet-Apps wird das Tracking in der Regel über die App-Berechtigungen geregelt. Diese sollte man sich dann genau durchlesen. Denn warum muss etwa eine Taschenlampen-App meine Position tracken, um zu funktionieren?

Tracker deaktivieren – So geht’s

Um Tracker zu deaktivieren, muss man erst mal wissen, dass sie überhaupt in einer Software existieren.

Für Windows 10 gibt es viele Programme, die Datenschutz- und Tracking-Einstellungen deaktivieren können, siehe Windows 10: Datenschutz – So spioniert das Betriebssystem weniger.

Bei Apps für Smartphones und Tablets solltet ihr euch die Berechtigung vor deren Installation genau anschauen. Denn an der Stelle bestätigt ihr im Grunde, dass ihr mit dem Tracking etwa eurer Position einverstanden seid.

Wenn eine App also eurer Meinung nach zu viele Berechtigungen verlangt, sucht ihr vielleicht besser eine Alternative. Wie ihr die App-Berechtigungen in Windows 10 ändert, lest ihr hier: Windows 10: App-Berechtigungen ändern – So geht’s.

Für Webseiten gibt es für den Browser Firefox gibt es etwa das Addon NoScript, mit dem sich unter anderem Tracking-Skripte auf Webseiten deaktivieren lassen. Allerdings müsst ihr dort dann bestimmte Skripte zulassen, um etwa Javascript, Flash oder Silverlight nutzen zu können. Ansonsten kann es passieren, dass die Webseite nicht richtig funktioniert und Bilder und Videos nicht wiedergegeben werden.

Auch könnt ihr in Browsern wie Firefox und Chrome Cookies in den Einstellungen blockieren. Allerdings müsst ihr dann etwa auf Webseiten im Formularfeldern immer wieder Benutzername und Passwort einfügen, da diese Daten dann nicht mehr durch Cookies im Zwischenspeicher bleiben. Auch gibt es dort meist eine Funktion, die den Webseiten übermittelt, dass ihr nicht getrackt werden wollt – Stichwort” Do Not Track”. Allerdings gibt es keine Gewähr, dass sich Webseiten daran auch halten.

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