Scanner kaufen: Die richtige Wahl für jeden

Marco Kratzenberg

Scanner sind häufig Bestandteil aktueller Drucker. Wer aber mehr will oder spezielle Aufgaben erfüllen muss, der sollte sich einen Scanner kaufen, der seinen Anforderungen gerecht wird. Wir stellen euch ein paar Modelle vor.

Inhalt

Grundsätzlich soll ein Scanner die Daten einer Vorlage hochauflösend abfotografieren und das Ergebnis als Bilddatei speichern. Aber wie sie das machen, unterscheidet diese Geräte voneinander. Wer sich einen Scanner kaufen will, sollte sich vorher überlegen, was er braucht, aber auch anschauen, was es eigentlich gibt. Welchen Scanner man sich kauft, hängt wesentlich von den persönlichen Bedürfnissen ab. Sollen ausschließlich Fotos bzw. Dias oder Negative eingescannt werden, dann braucht ihr einen speziellen Fotoscanner. Geht es um größere Mengen loser Blätter, dann lohnt sich ein Einzugsscanner, während für den gelegentlichen Scan einer Seite der Multifunktionsdrucker ausreichend ist. Wir stellen euch ein paar gute Modelle für die verschiedenen Aufgaben vor.

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Vorstellung eines Filmscanners von Reflecta - Firmenvideo

Was für einen Scanner soll ich kaufen?

Die erste Überlegung beim Scanner-Kauf sollte immer lauten „Was brauche ich jetzt und was brauche ich später?“. Wenn ihr aktuell 2.000 Familienfotos einscannen wollt, dann ist zur Arbeitsersparnis ein spezieller Fotoscanner zwar nützlich, aber danach wird er zum Staubfänger. Angesichts der Preise wirklich guter Bild- und Diascanner wäre das Verschwendung. Hier ist beispielsweise zu überlegen, ob ihr euch einen Scanner mit Einzugsautomatik holt, der auch später noch gute Dienste leistet. Dabei müsst ihr aber darauf achten, dass der Scanner beim Einzug nicht nur das Format DIN-A4 beherrscht. Andererseits solltet ihr euch auch mal über die Preise eines Fotoscan-Services informieren. Da kann die Anschaffung eines Foto- oder Filmscanners sich sogar dann lohnen, wenn man ihn später wegwirft – oder bei eBay-Kleinanzeigen verkauft.

Welche Arten von Scannern gibt es denn?

Prinzipiell gibt es stationäre und mobile Scanner sowie ein Zwischending, die kleinen Film- und Fotoscanner. sind klein und leicht, verfügen manchmal über eine Papier-Durchzugseinheit oder werden von Hand über die zu scannende Fläche geführt. Ihren Strombedarf decken sie meist über ein USB-Kabel, das auch gleich die Daten zu einem Rechner transportiert. In einigen Fällen können diese Scanner auch die eingescannten Daten zwischenspeichern, bis man einen Computer erreicht.

Den Gegensatz zum mobilen Scanner bieten die stationären Scanner. Sie benötigen eine Steckdose und einen Computeranschluss. Das Scannen wird vom Computer initiiert, der die Daten gleich aufnimmt. Die meisten dieser Scanner haben oben eine Klappe, mit der eine Glasscheibe abgedeckt wird, auf die man die Vorlagen legt – das sind die sogenannten Flachbettscanner. Einige dieser Scanner verfügen zusätzlich über einen Papiereinzug, um größere Stapel von einzelnen Vorlagen einzuziehen und zu scannen. Schließlich gibt es noch die reinen Einzugsscanner. Hier kann man kein einzelnes Blatt irgendwo ablegen und scannen. Jede Vorlage muss in ein Fach gelegt werden, aus der sie sich der Scanner einzieht.

Außerdem gibt es noch die Fotoscanner. Sie sind zwar klein und durchaus transportabel, benötigen aber oft einen Stromanschluss und eine Verbindung zum Computer. Sie weisen in der Regel Steckplätze für Kamera-Karten auf und bieten sehr hohe Scanqualitäten. Die Vorlagen sind aber eben nur Negative oder Papierfotos, wodurch die Geräte so klein sind.

Sehr speziell sind Scanner zur Bildabtastung, die beispielsweise Super-8-Filme abscannen und in digitale Filmdateien umwandeln.

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Scanner kaufen: Preise

All diese Scanner unterscheiden sich in ihren Preisen voneinander. Je spezieller ein Scanner ist, desto teurer ist er. Ein guter Film- und Fotoscanner kostet über 100 Euro. Die meisten Flachbettscanner sind günstiger zu haben. Einen Dokumenteneinzugsscanner mit Klappe bekommt ihr für Preise zwischen 130 und mehreren Hundert Euro. Bei allen Preisen solltet ihr unbedingt vorher einen Preisvergleich durchführen. Die Unterschiede sind oft im „Kleingedruckten“ zu finden. Und dann stellt sich heraus, dass zwei scheinbar gleiche Scanner sich doch deutlich hinsichtlich der Auflösung oder Scangeschwindigkeit unterscheiden.

Den passenden Scanner kaufen: Kauftipps

Den einfachen Flachbettscanner bekommt ihr bei Amazon bereits ab etwa 55 Euro. Er wird über ein USB-Kabel mit Strom versorgt und bietet eine Auflösung von 2.400 mal 4.800 Pixeln bei einer 48-Bit-Farbtiefe. Durch die USB-Stromversorgung ist er schon fast ein transportabler Scanner, der ohne Umstände an ein Laptop angehängt werden kann. Die Scanfläche von etwa DIN-A4 bringt natürlich eine gewisse Gerätegröße mit sich und seine 1,6 kg Gewicht machen ihn auch nicht unbedingt zum Reisescanner. Aber immerhin schafft er eine Seite in rund 16 Sekunden.

Bei den Dokumentenscannern mit Dokumenteneinzug ist der ein gutes, günstiges Angebot. Er scannt bis zu 18 Seiten pro Minute in Schwarzweiß und schafft in dieser Zeit immerhin 12 Farbseiten. Der Scan erfolgt entweder über ein Programm am Computer, oder wird direkt mit einem Knopf am Scanner gestartet. Die maximal Auflösung beträgt 1.200 DPI. Der Dokumenteneinzug fasst bis zu 40 Blatt auf einmal, die der Scanner dann nacheinander automatisch einzieht und scannt. Dabei scannt er dann mit 600 mal 1.200 DPI, was für Dokumente absolut ausreichend ist. Natürlich könnt ihr auch auf dem herkömmlichen Weg Vorlagen einscannen, indem ihr die Klappe öffnet und sie auf die Scanfläche legt. Dann wird mit 1.200 mal 2.400 Pixeln gescannt. Im Vergleich zum vorigen Gerät erscheint die Auflösung deutlich schlechter. Doch müsst ihr bedenken, dass solche Geräte in erster Linie zur Aufnahme und Archivierung üblicher Druckdokumente dienen.

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Wer Fotos, Dias und Negative scannen will, sich dabei eine Vorschaufunktion wünscht und auf schnelles Scannen Wert legt, der sollte sich den ansehen. Er scannt blitzschnell in einer Auflösung von bis zu 2.760 mal 1.840 Pixeln und kann die Vorlagen auch ohne Computeranschluss einscannen. Dann werden die Bilder auf einer SD-, SDHC- oder MMC-Karte gespeichert. Das Scanergebnis könnt ihr euch auf einem Display betrachten. Bei einem Preis von unter 100 Euro kann man da nichts falsch machen.

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Übersicht der vorgestellten Scanner

Gerät Canon Lide 120 Epson GT-1500 Digitnow! Multiscanner
Bauart Flachbett Flachbett und Dokumenteneinzug Fotos, Dias und Negative
Auflösung 2.400 x 4.800 1.200 x 2.400 2.760 x 1.840
Preis 54,90 Euro 229,00 Euro 95,99 Euro
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Auf jeden Fall solltet ihr einen Preisvergleich durchführen. Manchmal gibt es Scanner deutlich günstiger, weil ein neues Produkt herausgekommen ist, das über neue Features verfügt, die ihr gar nicht braucht (wie etwa ein Scan mit Speicherung in der Cloud). Dann könnt ihr deutlich sparen.

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