Wie das Fotografieren mein Leben veränderte

Tobias Straßburg
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Heute haben wir einen Gastbeitrag von Matthias aka. MH für euch. – Als ich 2008 aus einer Laune heraus meine erste DSLR Kamera, eine EOS 1000D von Canon, kaufte hatte ich noch keine Vorstellung davon, wie sich diese Entscheidung auf mein Leben auswirken würde. Heute, 6 Jahre später, bin ich sehr dankbar über diesen Spontankauf und ich will Euch hier einmal erzählen warum, also lehnt euch zurück und entspannt die Augen.

Wie das Fotografieren mein Leben veränderte

Ich hatte zwar schon immer gerne fotografiert war aber stets weit entfernt von jedem künstlerischen oder ästhetischen Anspruch. Ich war einer dieser Leute die mit der „Point and Shot Kamera“ auf Partys und Festen rumgelaufen sind und überall draufhielten, wo es vermeintlich was zu sehen gab, um sich die nächsten Wochen und Monaten gemeinsam mit den Kumpels über die schrägen Bilder amüsieren zu können. Wenn ich das so retrospektiv betrachte war das eigentlich die ursprünglichste Form der Dokumentarfotografie aber ich will mal auf dem Teppich bleiben.

Auf jeden Fall kam ich irgendwie in den Besitz einiger Mitarbeiter Rabattmarken für ein großes Einkaufszentrum und konnte damit für einen sehr attraktiven Preis eine neue Kamera erstehen. Ich hatte zwar keine Ahnung von einer DSLR, dachte aber wenn die so groß ist wird die schon gut sein.

Allerdings stieß ich schnell auf ein Problem. Während ich bisher meine kleine Kamera in die Hosentasche gesteckt hatte und feiern gegangen bin, konnte oder wollte ich die „große“ DSLR nicht am Wochenende mit mir rumschleppen. Ich machte also was wahrscheinlich fast jeder am Anfang macht. Ich fotografierte einfach irgendwelche Gegenstände die in der Wohnung herumstanden und weil selbst eine halbleere Whiskeyflasche auf einem unaufgeräumten Glastisch mit geringer Schärfentiefe für einen Grünschnabel wie mich genial aussah, hatte ich sofort Blut geleckt.

Am meisten Spaß machte es mir in der Natur zu fotografieren.

Tatsächlich war ich die nächsten Wochen und Monate von den, bis dahin ungeahnten, Möglichkeiten überrascht und überwältigt. In meinem Freundeskreis fotografierte sonst niemand und ich hatte daher nie die Möglichkeit mich mit den Modi die eine Spiegelreflexkamera bietet zu beschäftigen. Es gab einiges zu entdecken. Es gibt wohl Leute die lesen erst einmal die Bedienungsanleitung wenn sie ein neues Spielzeug haben. Ich gehöre nicht dazu.

Am meisten Spaß machte es mir in der Natur zu fotografieren. Ich war zwar auch früher gerne draußen aber ich konnte immer sehr schlecht etwas ohne Ziel machen. Einfach spazieren gehen oder zu wandern ist sicherlich schön aber mir war das irgendwie einfach zu unproduktiv. Ich hatte immer das Gefühl dass das verschenkte Zeit ist. Natürlich denkt ihr jetzt: Hat der Junge noch nichts von Entspannung gehört? Aber es ist einfach so. Ich brauche ein Ziel!

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