Wie Fotografieren mein Leben veränderte

Das Fotografieren war da absolut perfekt. Ich pirschte mich stundenlang an wilde Rehe heran um ein möglichst schönes Foto zu erhaschen. Ich wanderte die steilsten Berge nach oben um das Tal vom Gipfel zu fotografieren. Und das allerschärfste? Ich stand weit vor Sonnenuntergang auf um das beste Licht zu erwischen. Und ich komme normalerweise überhaupt nicht aus den Federn, aber ihr wisst ja: „Die besten Bilder mache ich immer um 12:00 Mittags!“ sagte kein Fotograf jemals.

Ab diesem Zeitpunkt veränderte sich meine Sichtweise auf die Umwelt. Egal wo ich hinsah, ich sah nur noch Motive.

Die Welt da draußen erschien mir auf einmal irgendwie viel geiler. Einsamer Baum im Feld – Geil. Morgennebel auf der Wiese – Geil. Saftiger blauer Himmel mit weißen Schafswölkchen über einer Bergkulisse – Geil.

Das Fotografieren nahm auf einmal einen hohen Stellenwert in meinem Alltag ein. Auf dem Weg zur Arbeit hielt ich an und fotografierte wenn ich etwas Interessantes im vorbeifahren ausmachte. Ich wollte alles sehen und vor allem, alles fotografieren. Während ich früher den Urlaub nach dem Fun Faktor auswählte, ging es jetzt darum wo mir die Natur am besten gefällt.

Ich entdeckte dass ich ein richtiger Naturbursche bin. Das Trekken, Hikken und Klettern machte mir riesen Spaß. Mit dem Rucksack stundenlang durch die (vorzugsweise) einsame Pampa stiefeln war und ist genau mein Ding. Unterm Sternenhimmel vor dem Lagerfeuer campen gehört für mich zu den schönsten Schlafplätzen. Doch einfach loswandern ohne die Kamera? Undenkbar! So schön es ist den Moment zu genießen, noch mehr Freude bereitet es mir den Moment zu konservieren. Ihn mit der Kamera auf den Sensor zu bannen und noch Jahre später die Gefühle und Erinnerungen mit einem Blick auf das Bild reaktivieren zu können. Vermutlich bin ich ein visueller Mensch. Wenn ich ein von mir aufgenommenes Bild sehe flasht es mich einfach in den Moment zurück und das ist großartig.

Gemeinsam mit meiner Freundin befriedigte ich meinen Drang nach ständig neuem und schönem, und das Reisen und Abenteuer erleben stieg in der Prioritätsliste beachtlich. Mit jeder Reise wuchsen wir ein wenig. Es klingt abgedroschen aber diejenigen von Euch die reisen und nicht nur Urlaub machen wissen was ich meine – Reisen bereichert einen auf so viele Arten. Es verändert die Sichtweise auf einfach alles. Man wird hier schnell philosophisch wenn einen Fragen beschäftigen wie was einem wirklich wichtig ist, was man im Leben braucht und was das persönliche Ziel des eigenen Daseins ist.

Es war nur eine Frage der Zeit bis uns unsere regulären Urlaube zu knapp wurden und wir beschlossen den nächsten Schritt zu gehen. Wir kauften einen 20 Jahre alten VW T4 Camper und starteten auf einen einjährigen Road Trip. Seit mittlerweile 4 Monaten sind wir nun von den USA mit Ziel Feuerland/Patagonien unterwegs und von Heimweh bisher keine Spur.

Bildergalerie Wie Fotografieren mein Leben veränderte

Ich bin der festen Überzeugung dass das Fotografieren der Grundstein war der den Weg pflasterte auf dem ich mich heute bewege und ich bin gespannt wo die Reise noch hingehen wird. Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Die Fotografie wird mich begleiten.

Interessiert an der Reise? Dann schaut auf dem Reiseblog vorbei auf dem MH und seine Freundin Annette über Ihren krassen Roadtrip berichten und viele Bilder zeigen. Hier geht's zum Blog: http://www.panamericana-deluxe.de

Das Portfolio von MH könnt ihr auf 500px ansehen: http://500px.com/flipstar

Immer up2date bleiben: https://www.facebook.com/wirliebenreisen

 

GIGA FOTO Gastbeitrag
 

Wir bedanken uns recht herzlich bei Matthias aka MH  für diesen Gastbeitrag.

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