Die besten Gratis-Passwort-Manager für Windows

Marco Kratzenberg

Damit ein Passwort sicher ist, soll es lang sein und viele Spezialzeichen enthalten. Eine Sache für Gehirnakrobaten, da man auch keines mehrmals verwenden soll!. Uns anderen helfen Passwort-Tools. Wir stellen die besten Passwort-Manager vor.

Die besten Gratis-Passwort-Manager für Windows

Je länger und komplizierter ein Passwort ist, desto schwerer ist es zu knacken. Gleichzeitig wird es aber auch schwer, sich solche Passwörter zu merken. Bequemlichkeit und ein schlechtes Gedächtnis sorgen bei den meisten Menschen dafür, dass sie eher einfache Passwörter nutzen und die auch noch mehrfach verwenden. Das führt dann im schlimmsten Fall dazu, dass ein Angreifer nur einen Service hacken muss, um das gesamte digitale Leben eines Nutzers übernehmen zu können.

Aus diesem Grund gibt es Passwort-Manager, die mit den unterschiedlichsten Methoden unsere Passwörter und verschiedene Zusatzinfos verwalten können. Doch wie sicher sind diese Programme und welchen Nutzen bringen sie uns? Das haben wir einmal getestet.

Passwort Manager KeePass – Open Source und gut!

Einer der beliebtesten und sichersten Passwort-Manager ist absolut kostenlos und stammt aus deutschen Landen. KeePass wurde von Dominik Reichl entwickelt und soll für mehr Sicherheit auf dem PC und im Internet sorgen. Das Programm gibt es als portable Version, die auch auf einem USB-Stick genutzt werden kann, und als Setup. Der Hauptunterschied besteht darin, wie sehr sich das Programm ins System integriert.

Diese Integration sorgt für eine lichtere Nutzung des Tools. Sie ist aber auch bei der portablen Ausgabe des Passwort-managers noch nachträglich aktivierbar. Das bringt uns auch gleich zur Frage der Sicherheit. Wie sicher ist es denn, so einem Tool all seine Passworte und Zugangsdaten anzuvertrauen und es dann auf einem USB-Stick in der Hosentasche zu tragen? Jeder hat schon mal einen USB-Stick verloren oder irgendwo stecken lassen. Was ist also, wenn jemand ihn findet und dann auf KeePass stößt?

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Der Passwort-Manager KeePass nutzt Passworte und Schlüsseldateien

Zuerst einmal lässt KeePass nichts unverschlüsselt auf der Festplatte oder dem Stick liegen. Alle Eingaben in die Datenbank werden mit 256-Bit verschlüsselt. Dabei unterstützt das Tool AES, Rijndael und den Twofish Algorithmus. Wenn wir die erste Datenbank-Datei anlegen, werden wir zur Eingabe eines Passwortes aufgefordert. Wie sicher das ist, sehen wir bereits während der Eingabe. Alternativ können wir auch eine sogenannte Schlüsseldatei anlegen, die wir jederzeit bei uns tragen können. Die sicherste Methode ist die Kombination aus beidem.

In dem Fall benötigt man die Schlüsseldatei und das Passwort, um die Datenbank zu öffnen. Das hat den Vorteil, dass sie auch dann noch sicher ist, wenn man die Schlüsseldatei verliert und jemand sie findet. Natürlich sollte im Falle einer Installation auf dem USB-Stick die Schlüsseldatei sich auch nicht auf demselben Stick befinden!

Äußerst praktischer Passwort-Manager!

KeePass zeichnet sich vor allem durch die Kombination aus Sicherheit und einfacher, durchdachter Bedienung aus. Die verschiedenen Passworte lassen sich in der Datenbank in Gruppen unterteilen. Jeder Eintrag kann, neben Benutzernamen und Passwort, noch viele zusätzliche Angaben enthalten. Beispielsweise Internetadressen und Kommentare. Ein Feature namens Autotype ermöglicht das Anlegen von Makros, mit denen man Logins automatisieren kann. Man muss sich nicht einmal selbst Passwörter ausdenken, denn auch das kann KeePass mit dem integrierten Passwort-Generator übernehmen. Und wenn man ohnehin so einen Passwort Manager nutzt, ist das ja auch durchaus empfehlenswert.

Alle Eingaben lassen sich dann später mit Hilfe von Hotkeys abrufen. Man braucht also lediglich die relevanten Daten in die Zwischenablage zu kopieren, um sie beispielsweise auf einer Webseite einzusetzen. Und selbst da gibt es einen Sicherheitsmechanismus: Solche Daten bleiben immer nur für eine begrenzte Zeit im Speicher – danach ist die Zwischenablage leer. Das ist gut für fremde Computer, etwa in Hotels oder Internet-Cafés.

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