Sie schwenkten australische Fahnen, propagierten ausländerfeindliche Parolen und offenbarten ihren Hass, als sie ihren Krawallzug durch das südlich gelegene Strandviertel Sydneys am gestrigen Sonntag antraten. Mehrere tausend australische Jugendliche machten es sich zur Aufgabe, eben jenen Strand zu beschützen, der eine Woche zuvor bereits für Schlagzeilen gesorgt hatte. An diesem Strand seien Rettungsschwimmer Opfer von Australiern libanesischer Herkunft geworden, hatten Medien berichtet.
“Lasst uns ihnen zeigen, dass dies unser Strand ist und dass sie hier niemals willkommen sind”
Die aufgebrachten Jugendlichen organisierten daher am vergangenen Wochenende eine Bewegung gegen Libanesen und Nicht-Australier. Über SMS-Botschaften verbreiteten sie ihr Vorhaben, den Strand zu verteidigen, und riefen zu einer geschlossenen Vergeltungsaktion auf. Aus verteidigender Vergeltung erwuchsen Krawalle und Randale, “mindestens 25 Menschen wurden verletzt und 16 Verdächtige festgenommen”, berichtet das Nachrichtenmagazin “n-tv”. Die Gründe dieser Jugendkrawalle seien laut dem Vorsitzenden der Islamischen Freundschaftsvereinigung, Keysar Tradin, in den vorangegangenen Medienberichten zu finden, sie “hätten aus einem Streit unter Jugendlichen einen Konflikt zwischen den Ethnien gemacht”, meldet “Spiegel Online”.

