Apple-Patent beschreibt SMS-Zensurmöglichkeit für anzügliche Inhalte

Florian Matthey
32

Ein neues Apple-Patent beschreibt ein System, mit dem Apple bei seinen Kunden beziehungsweise deren Kindern gewisse Moralvorstellungen beim Versenden von Kurzmitteilungen durchsetzen möchte. Die Idee: Das iPhone könnte SMS mit anzüglichen Inhalten zensieren oder auch vollständig löschen.

Das Patent beschreibt, dass sich eine solche Funktion über die Kindersicherung des Geräts aktivieren und deaktivieren ließe. Bestimmte Schlüsselwörter dürfte der Benutzer dann gar nicht mehr eingeben – das iPhone könne ihn dann auffordern, den Text zu ändern. Auch könnte die Software den Text gleich selbst löschen. Ein ähnliches Schicksal könnte entsprechende Texte ereilen, die das iPhone empfangen soll – sie könnten gleich aufgrund des Inhalts im virtuellen Papierkorb landen.

Apple fällt immer wieder durch das Bestreben auf, eine gewisse Sexualmoral in seinen Produkten umzusetzen – beispielsweise ließ Apple zunächst eine E-Book-Reader-App nicht zu, weil diese den Zugriff auf Texte des Project Gutenberg erlaubte. Unter diesen befand sich auch der Text des klassischen Indischen Werks Kama Sutra. Damit zieht Apple selbst in den USA kritische Stimmen auf sich.

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz