Amazon Appstore: Android-Apps vor dem Kauf testen

Holger Blessenohl
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Amazon Appstore
Vor wenigen Tagen ist in den USA Amazons Appstore gestartet. Den meisten Android-Usern dürfte allerdings nicht ganz klar geworden sein, wofür man eigentlich noch einen Appstore mit Android-Apps benötigt. Klar, die Sache mit den kostenlosen Apps sind schon ein gewichtiges Marketing-Instrument, aber damit ist ja noch immer nicht geklärt, wieso der Amazon Appstore besser sein sollte als Googles Marketplace. Deshalb hat Amazon noch ein Killerfeature im Store, den sonst nur noch Windows Phone 7 bietet.

Als einziger Android App-Market bietet Amazon nämlich die Möglichkeit, Kaufapps vor dem Kauf zu testen. Leider ist diese Funktion nicht so gut umgesetzt wie von Microsoft im Phone 7-Market. Während man dort Demoversionen downloaden und auf dem eigenen Smartphone testen kann, bietet Amazon nur ein virtuelles Android-Phone zum Testen an. So kann man zwar die Funktionen der App schon mal in einer Vorschau sehen und die Programmstruktur erkennen. Ob die App auf dem eigenen Smartphone funktioniert, und falls ja wie performant, bleibt hingegen offen. Da stellt sich die Frage, ob die grundsätzliche Philosophie bei Android, zum Testen Lite-Versionen anzubieten, die man dann durch Kauf zu Pro-Versionen aufwerten kann, nicht doch der bessere Weg ist. Zumindest wenn es keine Lite-Version gibt, ist Amazon aber möglicherweise ein guter Startpunkt, um erste Hinweise dafür zu bekommen, ob die App den eigenen Vorstellungen entspricht.

Bislang ist Amazons Appstore deutschen Nutzern noch verschlossen, da Amazon nur amerikanische Kreditkarten akzeptiert. Zudem hatte heise.de auf einige fragwürdige Dinge im Geschäftsgebahren hingewiesen. So wird auf alle über Amazon gekauften Apps ein Amazon-eigenes DRM übergestülpt. Dieses DRM gleicht sich in regelmäßigen Abständen mit Amazon-Servern ab, zu welchem Zweck ist nicht ganz klar. Möglicherweise werden Apps dann aber deaktiviert, wenn man – z.B. im Ausland – längere Zeit keine Internetverbindung hat. Außerdem ist heise aufgefallen, dass Amazon Apps, die man anderswo gekauft hat, ungefragt durch die Amazon-Variante mit DRM austauscht.

Via Engadget

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