Amazon: Hardware schuld an Ausfall

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Am Sonntag war der Onlinehändler Amazon vorübergehend nicht zu erreichen. Die naheliegende Vermutung war eine DDOS-Attacke aufgrund des WikiLeaks-Konflikts. Laut Amazon war aber die Hardware schuld.

Gegenüber Reuters gab ein Amazon-Sprecher bekannt, dass der etwa halbstündige Ausfall am Sonntag aufgrund eines Hardwareausfalls geschah und nicht Folge eines DDOS-Angriffs war. Betroffen war das europäische Datencenter, so dass neben Amazon.de auch Amazon.co.uk, Amazon.fr und Amazon.es betroffen waren.

Amazon gehörte zu den ersten Firmen, die die Infrastruktur WikiLeaks einschränkten. Zuvor waren die WikiLeaks-Daten auf Servern des Unternehmens, das auch als Host auftritt, gespeichert. Nach der Veröffentlichung der Diplomatendepeschen nahm Amazon WikiLeaks vom Netz. Aktivisten gingen vor einigen Tagen dazu über, Unternehmen, die nicht länger mit WikiLeaks zusammenarbeiten wollen, mit gezielten DDOS-Attacken außer Gefecht zu setzen. Im Falle von Visa oder Mastercard war dies vorübergehend erfolgreich. Serverbetreiber Amazon, vor Weihnachten ohnehin riesige Zugriffszahlen gewöhnt, könnte für derlei Attacken eine Nummer zu groß sein.

Die Aktivisten gehen derweil dazu über, von Cyberattacken abzusehen und die Depeschen dezentral im Netz zu verteilen.

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