Amazon: Kritik an Cyber Monday-Angeboten

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Der Onlineversand Amazon.de bot zum Cyber Monday zahlreiche Waren zu Schnäppchenpreisen an. Die knapp bemessenen Waren waren jedoch nur Lockangebote, kritisieren Verbraucherschützer und Kunden.

Der Montag nach dem amerikanischen Thanks Giving-Feiertag hat sich bei Onlinehändlern als “Cyber Monday” eingebürgert. An diesem Tag werden viele Waren reduziert angeboten. Daran hat sich natürlich auch Branchenprimus beteiligt. Unser Schwesterportal androidnews.de berichtete zum Beispiel vom vergünstigten Android-Phone Motorola Defy. Dieses war schon nach wenigen Sekunden nicht mehr zum Angebotspreis zu haben, sondern nur noch zum regulären Verkaufspreis. Sehr zum Ärgernis von Stiftung Warentest, die dahinter Methode sehen.Gerüchten zufolge sollen zum Beispiel von der Playstation 3 nur 40 Geräte zum Preis von 177 Euro verkauft worden sein, bis der Preis wieder auf 300 Euro anstieg. Die Stiftung Warentest sieht dahinter die Intention, mit Lockangeboten Kunden auf ihre Seite zu ziehen. Sollten sie das Schnäppchen, wegen dem sie gekommen sind, nicht ergattern, kaufen sie vielleicht eine andere Ware, die auf der Seite angezeigt wird.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband erwägt nun eine Klage wegen unlauterem Wettbewerb: “Solche Lockvogelangebote sind unlauterer Wettbewerb und damit verboten”, erklärt Kerstin Hoppe vom Verband. Klagen können eben nur Verbraucherzentralen oder Konkurrenten. Den Kunden bleibt nur, sich im Internet Luft zu machen. Auf der von Amazon wurden laut Stiftung Warentest innerhalb weniger Stunden mehr als tausen wütende Kommentare hinterlassen.

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