Amazon: Zwei Kindle-Tablets - noch in diesem Jahr

Peer Göbel
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Amazon sagt Google und Apple den Kampf an: Nach dem eigenen Android-App-Store geht der Online-Händler den nächsten Schritt und will in diesem Jahr noch zwei eigene Android-Tablets herausbringen – die bisher die Decknamen “Coyote” und “Hollywood” tragen. So könnte Amazon die gesamte (Kauf-)Umgebung für seine Tablet-Nutzer bieten – vom Gerät mit Zubehör zu Apps, von Cloud-Speicherplatz bis zu Film- und Musikdiensten.

Amazon will mit den Android-Tablets den Erfolg seines eBook-Readers “Kindle” wiederholen. Mit diesem Gerät ist der Konzern Marktführer bei den Lesegeräten und konnte im vergangenen Weihnachtsgeschäft sogar mehr eBooks verkaufen als reale Bücher. Seit Wochen ist das Kindle das meistverkaufte Gerät bei Amazon.

Bei unserem eBook-Reader-Test kamen wir im März schon zu dem Ergebnis, was der Knackpunkt sein könnte: Schön zum Lesen, aber warum nicht gleich ein Tablet kaufen? Was auch noch Filme zeigen kann, Farbe darstellt, und angenehmes Surfen im Internet erlaubt? Den Gedanken hatte wohl auch Amazon und will den zukunftsträchtigen Bereich mit seinen “Kindle-Tablets” selbst besetzen.

Dazu passt, dass Amazon vor kurzem (zunächst in den USA) einen eigenen App-Store für Android-Programme gestartet hat, außerdem seine ohnehin komfortablen Cloud-Dienste für Film- und Musiknutzung ausgeweitet hat. Mit der Erfahrung vom Kindle könnte Amazon so den kompletten Rahmen für eine Tablet-Nutzung bieten.

Nun sind weitere Details zu den Amazon-Tablets bekannt geworden: BGR.com will aus einer Amazon-Quelle erfahren haben, dass nicht nur ein “Kindle”-Tablet, sondern gleich zwei noch für das Jahr 2011 geplant sind. Das eine, Entwicklungsname “Coyote”, wird mit einer Nvidia-Tegra-2-Architektur versehen sein, also einer Dual-Core-CPU. Der große Bruder, Codename “Hollywood”, erhält dagegen den kommenden Quad-Core-Prozessor Nvidia T30 “Kal-El”, der fünfmal schneller ist.  Zur Bildschirm- und Gerätegröße sowie Lieferterminen wurde noch nichts bekannt.

Vergangene Woche hatte Amazon-Gründer Jeff Bezoz die Spekulationen aufgeheizt, indem er in einem Interview zum Thema Amazon-Tablet Neuigkeiten ankündigte – sein lapidarer Kommentar: “Stay tuned.”

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