Amazon verkauft mehr digitale als gebundene Bücher

Der digitale Büchermarkt scheint sich durchzusetzen. Amazon USA jedenfalls gibt an, inzwischen deutlich mehr E-Books als gebundene Ausgaben zu verkaufen. Die Verleger bestätigen diesen Trend.

In den USA verkauft Amazon laut heise.de inzwischen fast doppelt so viele digitale Ausgaben wie gebundene. Auf 100 Bücher aus Papier kamen im vergangenen Monat demnach inzwischen 180 E-Books. In den vergangenen 3 Monaten verkauften sich auf 100 Hardcover-Bände 143 digitale Ausgaben. Der Verkauf an E-Books hat sich laut Amazon im ersten Halbjahr damit im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht.

Der amerikanische Verlegerverbund Association of American Publishers kann diese Zahlen bestätigen. Deren Angaben zufolge wuchs der Verkauf an digitalen Büchern im Mai um 163 Prozent, im Jahresvergleich sogar um 207 Prozent.

Die Statistik kriegt noch einmal Gewicht, wenn man berücksichtigt, dass Gratis-E-Books, etwa von Werken, deren Urheberrechte abgelaufen sind, nicht berücksichtigt wurden. Desweiteren wurden Hardcoverbücher (Taschenbücher wurden nicht berücksichtigt) mitgezählt, für die es keine E-Book-Versionen gibt. Einen Grund für den Anstieg sieht Amazon-Konzernchef Jeff Bezos in der Preissenkung des hauseigenen E-Readers Kindle. Die Verbreitung der Kindle-Software etwa für iPad oder Android-Geräte hat sicher auch etwas damit zu tun.

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