AMD springt auf den Android-Zug auf

Shu On Kwok
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Lieber spät als nie! Intel hätte beinahe den Tablet-Trend verpasst, hat sich aber mittlerweile dazu bekannt, in Zukunft den Fokus mehr auf den mobilen Sektor zu legen. Insbesondere den Google Chrome OS-Markt will Intel mit entsprechender Hardware erobern. Von AMD gibt es noch keine öffentlichen Statements, aber die Stellenanzeigen auf der Webseite von AMD verraten, dass der Chiphersteller den Android-Markt anvisiert.

Eigentlich hat AMD mit der Fusion-Plattform eine geeignete Basis für Tablet-PCs, die auch schon von MSI oder Acer eingesetzt wird. Sowohl das Acer Iconia Tab W500, als auch das MSI Windpad W110 nutzen AMDs stromsparenden Fusion-CPUs der C-Serie schon. Aber beide Tablets laufen mit dem am Markt noch relativ unbeliebten Windows-System.

Um also eine größere Rolle auf dem Tablet- und Smartphone-Markt zu spielen, muss AMD eine auf Android ausgelegte Hardware entwickeln – und das schnell. Diese Notwendigkeit zeigt sich nun auch auf der Jobseite von AMD, denn es wird nach einem Software-Ingenieur gesucht, der auch schon Erfahrung mit dem Android-System aufzuweisen hat. Vor allem soll der Bewerber auch schon Programmiererfahrungen für Touchscreen-Bedienkontrollen, GPS, Kompass und Beschleunigungssensoren, Mobilfunk und Kameras vorweisen können. Wenn das mal nicht nach einem Tablet-PC oder einem Smartphone anhört…

Aber es wird schwer für AMD, denn nicht nur, dass man sich gegen Intel stemmt, sondern man muss auch noch gegen die Armee an Hersteller, die auf ARM-Architektur setzen, ankämpfen. Es wird schwer für AMD sich als „Neuling“ bei den Herstellern als geeignete Plattform darzustellen, wenn das Produkt für den Tablet- und/oder den Smartphone-Markt fertiggestellt ist. Entweder muss der Preis so attraktiv sein, dass Hersteller zu AMD greifen, oder aber die Architektur so genial, dass die Hersteller nicht ohne AMDs neue Plattform auskommen können.

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