AMD stellt Grafikkarten-Monster Radeon HD 6990 vor

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Es ist soweit: AMD betritt wieder das Spielfeld der Dual-GPU-Grafikkarten. Die neue Radeon HD 6990 ist die neue Speerspitze in AMDs Grafikkartenbereich und soll vor allem PC-Spieler ansprechen, denen Bild pro Sekunde wichtiger ist als ein positives Konto bei der Bank. Dafür bekommen sie auch eine Grafikkarte mit „AUSUM“-Modus.

Zwei Grafik-Prozessoren aus der aktuellen „Cayman“-Serie mit 830 MHz sollen jeweils mit 2 GB GDDR5-Speicher, also insgesamt 4GB, für einen nie endenden Strom an Bildern sorgen. Das ganze Paket soll für 629 Euro den Besitzer wechseln.

Theoretisch handelt es sich hier um zwei Radeon HD 6970 Grafikkarten, die man auf eine Platine gequetscht hat, nur das die GPUs auf der HD 6990 langsamer getaktet sind als die Single-GPU Varianten.

Wem die Standard Taktung nicht ausreicht, der kann per „AUSUM“ („Antilles Unlocking Switch for Uber Mode“), ausgesprochen wie das englische Wort awesome einen BIOS laden, bei der die GPUs mit einer höheren Taktfrequenz eingestellt sind. Es handelt sich also um eine Übertaktungsfunktion. Leider treibt es AMD soweit auf die Spitze, dass sämtliche Verbindungen von der Grafikkarte zum Netzteil über den erlaubten Spezifikationen liegen. Und zwar bei allen GPUs 50 MHz darüber.

Laut den Testberichten von Computerbase.de und Golem.de ist die HD 6990 im Standardbetrieb zwar schon die schnellste Grafikkarte aktuell am Markt. Der Zugewinn durch das „AUSUM“-Bios sei aber nur gering.

Momentan mag AMD mit der Radeon HD 6990 die Leistungskrone bei den Grafikkarten besitzen, aber Nvidia wird schon bald mit der GeForce GTX 590,  einer Dual-GPU-Grafikkarte auf Basis von zwei GTX 570 Grafikkarten, nachlegen. Solche Dual-GPU-Monster lohnen sich für den Ein-Bildschirm-Betrieb nicht mehr. Erst wenn man mehrere Bildschirme bedienen will, zeigen die Grafikkarten ihren wirklichen Vorteil. Aus diesem Grunde verfügt die Radeon HD 6990 auch über vier DisplayPorts und einen DVI-Port, an denen man insgesamt fünf Monitore mit einer maximalen Gesamtauflösung von bis zu 5.400 x 1.920 Pixeln anschließen kann. Nur, wer hat schon bei sich zu Hause fünf Monitore stehen.

via engadget.com computerbase.de diepresse.com


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