Android 2.2 bringt interessante Verbesserungen mit sich: Per Tethering kann man das Handy zum Portable Hot-Spot umfunktionieren, der Browser unterstützt in Zukunft Flash für alle Webseiten, nicht nur Youtube. Außerdem wird das Handy bis zu drei mal schneller.

Mehr Performance
Erste Berichte zur Performance-Steigerung haben sich bewahrheitet. Wer Portable Hot Spot im Handy aktiviert, kann unterwegs mit seinem PC surfen. Die Datenübertragung erfolgt via Handy mit Android 2.2, allerdings ohne USB-Verbindung. Die Surfgeschwindigkeit verbessert sich mit dem Browser um das 2-3fache. Dazu trägt die V8-Javascript-Engine für schnelleres Rendern der Seiten bei.

Auch bei der Darstellung von Spielen soll Android 2.2 mehr Speed drauf haben: Die Handys sollen 2,5 mal schneller agieren als Handys unter der Version Android 2.1. Dafür sorgt die Virtual Machine Dalvik VM, die just in time kompiliert. Damit sind Anzeigen von 35 Bildern pro Sekunde möglich. Android 2.1 macht bei deutlich unter 30 Bildern pro Sekunde bereits schlapp. Beim Benchmark auf der Google I/O konnte es also vor allem bei komplexen grafischen und CPU-lastigen Anwendungen punkten.

Neue Services
Neu sind auch die Fernsteuerungsmöglichkeiten (Cloud-to-Device-Mesaging) für Android-Geräte. Das wird nützlich, wenn man Daten aus einer App auf ein anderes Android-Handy übertragen will. So lassen sich zum Beispiel Wegbeschreibungen aus Google Maps von einem Android-Handy über einen Cloud-Server auf Google Maps auf einem anderen Android-Handy übertragen. Dabei sendet ein authentifizierter App Server die Nachrichten an einen Google Server, der wiederum die Nachricht an die App auf dem Handy des Nutzers pusht.

Wer sich ein neues Android-Handy anschafft, hat mit Cloud-to-Device-Mesaging die Möglichkeit, sich sämtliche Erinnerungen vom alten Handy senden zu lassen. Zudem lassen sich alle Apps in zwei Richtungen synchronisieren.

Neues aus der App-Verwaltung
Die Backup-Möglichkeiten wurden verbessert. Daten können innerhalb der Backup-Funktion von SD-Karte auf den internen Speicher verschoben werden. Außerdem kann der Nutzer Anwendungen beim Herunterladen aus dem Android Market nun im internen Speicher oder auf SD-Karte abspeichern, sofern der Entwickler den Installationsort nicht vorgegeben hat. Neu ist auch die Möglichkeit, Aktualisierungen der Software aus dem Android Market per Auto-Update zu empfangen, solange dafür keine zusätzlichen Kosten anfallen. Vorteil: Der Nutzer muss die Updates nicht mehr nicht regelmäßig von Hand starten.

Optimierte Enterprise-Server-Funktionen
Die Anbindung an einen Exchange Server wurde dahingehend verbessert, dass sich nun auch Kalenderdaten mit dem PC synchronisieren lassen. Außerdem gibt es erstmals die Möglichkeit, Daten aus der Ferne zu löschen (remote wipe). Zudem kann der Systemadministrator eine Mindestgröße für Passwörter festlegen und ein Timeout programmieren, dass bei Überschreitung die Displaysperre aktiviert.

Bei Android 2.2 handelt es sich um das 7. Plattform-Update seit Android 1.0 im September 2008 gestartet wurde. Ein offizielles Video zu allen Neuerungen von Android 2.2 gibt es auf Youtube.

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