Android 2.3: Kein Gingerbread für LG Optimus

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Eine mittlerweile gelöschte Facebookmeldung des Smartphone-Herstellers LG sorgt derzeit für einigen Wirbel unter Android-Freunden. In der Nachricht hatte das Unternehmen behauptet, die Optimus-Reihe nicht auf Android 2.3 Gingerbread updaten zu können, da die mit 600 MHz getakteten Geräte nicht die vorausgesetzten 1 GHz erfüllen würden. Die Pinnwand-Nachricht ist auf engadget.com nach wie vor einsehbar (ein Link, der auf dem Facebook-Auftritt von LG übrigens derzeit fröhlich reingesetzt und gelöscht und wieder reingesetzt wird).

Warum steht LG nun nicht mehr zu dieser Aussage? Nun, offebar gibt es diese Mindestanforderung von einem GHz so überhaupt nicht. Laut Android-Entwickler Dan Morrill jedenfalls nicht offiziell. Natürlich wird ältere Hardware irgendwann von den Entwicklungen abgehängt, aber es gibt beim prinzipiell offenen Android keine lizenrechtlichen Beschränkungen, die ein Update verhindern würden. Im Falle Android 2.3 schon gleich gar nicht, denn wie andere Android-Beteiligte wie Brian Swetland anmerken, läuft Gingerbread ressourcenschonender als Froyo. Sprich: Auf einer Hardware, auf der Froyo läuft, läuft auch Gingerbread (alle Features des neuen Android 2.3 finden Sie auf unserem Schwesterportal androidnews.de).

Eine Motivation für den Verzicht eines Upgrades der noch relativ jungen Optimus-Reihe dürfte eher woanders liegen. Hardware-Hersteller haben kein großes Interesse daran, ihre älteren Smartphones auf dem neuesten Stand zu halten, da dadurch potentiell weniger Neugeräte verkauft werden. Andererseits ist es der Kundenbindung sicherlich nicht gerade förderlich, wenn ein Gerät erst wenige Monate auf dem Markt ist und mangels Support schneller veraltet. Es bleibt abzuwarten, wie LG die Situation aufklären wird.

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