Android Market: Apps kaufen ohne Kreditkarte

Viele stolze Neubesitzer eines nagelneuen Android-Telefons wie dem HTC Desire oder das Samsung I9000 Galaxy S werden diese Situation erlebt haben: Da spielt man mit dem tollen neuen Gerät, entdeckt ein paar Apps und ist sogar bereit, ein paar Euro zum Kauf der Programme zu berappen – allerdings ist der Android Market exklusiv an Google Checkout angebunden. Und Google Checkout besitzt lediglich Kreditkarten als einzige Bezahloption. Bei der Konkurrenz, etwa Apples iTunes Store, eBay, Amazon oder Steam ist es hingegen selbstverständlich, dass mindestens der Bankeinzug, aber auch Prepaid-Karten und Gutscheine sowie PayPal als Bezahlmöglichkeit offeriert werden. In Deutschland sind Kreditkarten weit weniger verbreitet als in anderen Ländern, Google lässt an der Stelle noch die nötige Sensibilität für lokale Märkte vermissen.

Nun soll sich das jedoch ändern. In einem Posting des „Android Developers Blog“ schreibt Tim Bray, dass die Entwicklervereinbarung für den Android Market angepasst wurde, um Platz für eine neue Bezahloption zu machen. Dabei werde es um sich „autorisierte Provider“ (authorized carriers) handeln, was den Schluss nahelegt, dass Google mit den Mobilfunkanbietern verhandelt hat und in nächster Zeit eine Bezahloption per Telefonrechnung anbieten wird.

Bei T-mobile USA gibt es eine solche Option bereits seit Dezember 2009. Eine Passage der Entwicklervereinbarung würde um einen entsprechenden Passus ergänzt, eine weitere hinzugefügt. Neue Entwickler beziehungsweise Publisher von Apps müssen den neuen Bedingungen ab sofort zustimmen, bestehende Publisher würden darum gebeten, die neuen Vereinbarungen innerhalb von 30 Tagen abzusegnen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Möglichkeit, Apps per Telefonrechnung zu kaufen, nicht nur auf die Mobilfunkanbieter in den USA bezieht, sondern schnell auch in Europa übernommen wird.

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