AOL verkauft Bebo

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Der Kauf des sozialen Netzwerkes Bebo vor nicht einmal 2 Jahren sollte AOL eigentlich wieder nach vorne bringen. Nun trennt man sich vom glücklosen Dienst.

Das soziale Netzwerk Bebo ist hierzulande nahezu unbekannt, konnte jedoch in Resteuropa, vor allem in England, einige Erfolge feiern. Insgesamt ist der Dienst aber angesichts der Marktriesen Facebook und MySpace wohl nicht profitabel genug. AOL trennt sich nun jedenfalls von dem Dienst, den es erst vor 2 Jahren für die stolze Summe von 850 Millionen Dollar erworben hat. Der Finanzinvestor Criterion Capital Partners hat laut Spiegel Online den Dienst für eine unbekannte Summe übernommen.

Damit schrumpft AOL weiter. Der einstmals größte Internetdienstanbieter der Welt hat sich aus vielen Märkten, darunter auch Deutschland, gänzlich zurückgezogen. Als Kerngeschäft betreibt AOL mittlerweile hauptsächlich das Angebot von
Webinhalten. Laut Spiegel Online steht eine weitere Streichung von 2500 Stellen bevor, was einem Drittel der Belegschaft entspricht. Obwohl die Einnahmen wieder steigen, hat sich der Konzern erst vor kurzem von seinem Instant Messaging-Dienst ICQ getrennt, der an russische Investoren verkauft wurde. Der deutsche Medienkonzern Axel Springer übernahm zusammen mit der Schweizer PubliGroupe die Verkaufsplattform but.at

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