Apple: Adidas zieht iAd-Kampagne wegen Kontrollwahn zurück

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Offenbar ist man bei Adidas nicht ganz glücklich mit Apples Werbeplattform iAd. Brancheninsidern zufolge zieht der Sportartikelhersteller eine 10 Millionen Dollar-Kampagne zurück, weil drei Werbekonzepte von Apple abgewiesen wurden. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Hang zur Perfektion Aufträge kostet.

Schon im August berichteten wir vom Unmut gegenüber Apples Plattform für mobile Werbung, iAd. Über diese müssen Werbende Anzeigen schalten, die später auf Apples iGeräten angezeigt werden sollen. Diverse Unternehmen zeigten sich unzufrieden mit dem Gebahren Apples, da dieses sehr restriktiv vorgehe, was Werbeanzeigen angeht. Dies betrifft nicht etwa kleine Hinterhofklitschen oder schlüpfrige Angebote (die ohnehin tabu sind), sondern durchaus illustre Marken wie Chanel, die jahrelange Erfahrung in der Werbebranche vorweisen können. Kritisiert wurden häufig abgelehnte Konzepte, mangelnder Zugang zu den Erstellungskits und lange Bearbeitungszeiten. Ebenso stören sich die Unternehmen an mangelnder Transparenz. Es werde den Werbenden nicht mitgeteilt, in welchen Apps sie ihre Anzeigen wiederfinden. Dies müsse selbst recherchiert werden.

Offenbar hat sich seit dem nicht viel verändert. Beim Business Insider beruft man sich auf mehrere Mobilfunkmanager, die behaupten, dass der Sportartikelgigant Adidas jüngst eine Werbekampagne im Wert von 10 Millionen Dollar zurückgezogen habe. Dem Apple-Mastermind Steve Jobs wird dabei Kontrollwahn vorgeworfen. Das Konzept, dass sich Adidas für die Kampagne ausgedacht habe, sei drei mal abgelehnt worden. Business Insider nach plane Apple zwar, seine Prozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen, einige Unternehmen würden nun aber die Geduld verlieren. Offenbar war dies bei Adidas nun der Fall. Weder Apple noch Adidas wollten die Berichte bestätigen oder dementieren.

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