Nachricht an Apple: NBC und Time Warner bleiben bei Flash

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Die Konvertierung des gesamten Videomaterials von Flash nach HTML5 sei erstens zu teuer, und zweitens würde sich dies nicht lohnen, da Flash das Web dominiere. Laut der New York Post ist dies die Aussage von diversen US-Medienunternehmen, die direkt an Apple adressiert sei. Auch wenn das iPad ein großer Hit sei, man fühle sich durch den Launch diverser anderer Tablets, zum Beispiel von Dell oder Hewlett Packard ermutigt, bei Flash zu bleiben.

Apples Möglichkeit, anderen Unternehmen Standards vorzuschreiben werde auch durch Google TV geschwächt, Googles Vorstoß in den Großbildschirmbereich. Apple hatte zuvor Flash abgeschworen, da die Technik nicht zu den Produkten wie dem iPhone oder dem iPad passe. Man wolle offene Standards wie HTML5.

Bei Gizmodo schränkt man ein, dass zumindest Time Warner nicht ganz von Apple lassen mag. Das zum Konzern gehörende CNN habe seinen ganzen Auftritt auf HTML5 umgestellt und preise die Seite als "iPad ready". Dort interpretiert man die Aussage der Unternehmen eher als Machtspielchen, um Steve Jobs zu zeigen, dass man sich nicht alles gefallen lasse.

Deutschlands Nr. 1 in Sachen Onlinenachrichten, Spiegel Online, hat sich unterdessen entschieden. Ab sofort ist dort ein eigener Videoplayer verfügbar, der auch auf Apple-Produkten Videos abspielt. Selbst an eine eigene Videosektion hat man gedacht, die zum Beispiel durch Lesercharts einfach zu navigieren sein soll. "SPIEGEL ONLINE setzt damit als eine der ersten großen Websites in
Deutschland ein Signal für offene Standards", wie man dort nicht ohne Stolz verkündet.

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