Apple: Kartellverfahren wird eingeleitet

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Der amerikanische Wettbewerbshüter Federal Trade Commission (FTC) leitet ein Verfahren gegen ein, in dem geklärt werden soll, ob der Konzern seine Marktmacht missbraucht. Es geht unter anderem um den Ausschluss von Adobe Flash und fremden Werbeplattformen.

zdnet berichtet, dass im Mittelpunkt des eingeleiteten Ermittlungsverfahren die neuen Nutzungsbestimmungen für Apples App Store stehen. Laut diesen ist künftig die Verwendung bestimmter Entwicklerwerkzeuge untersagt, mit denen plattformübergreifende Anwendungen programmiert werden können. Betroffen wäre davon unter anderem Adobes Flash. Mit den Flashentwicklern liefert Apple  sich seit Monaten eine Schlacht um zukünftige Standards. Durch die neuen Nutzungsbestimmungen könnte Apple seine Marktmacht missbrauchen, um Adobe aus dem Markt zu drängen.

Desweiteren hat die FTC Apples neue Werbeplattform iAd im Visier. Durch diese möchte Apple Werbung in Apps verkaufen. Zu diesem Zweck untersagen die Nutzungsbestimmungen nun andere Werbeanbieter, wenn die gleichzeitig Hersteller von Smartphones sind. Das trifft auf Google zu, die einerseits AdMob betreiben, andererseits auch Smartphones wie das Nexus One vertreiben.

Die Frage war in den letzten Wochen weniger, ob ein Kartellverfahren gegen Apple angestrengt wird, sondern, wer dies unternimmt. Die FTC setzte sich zuletzt gegen das Justizministerium durch, da diese durch das Prüfungsverfahren von AdMob schon Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln konnte.

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