Apple iPad 2 - Evolution statt Revolution

Shu On Kwok

Steve Jobs betrat unter Standing Ovations am 2. März um 19.00 MEZ die Bühne, um Apples neuestes Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren: das iPad 2! Aber lohnt es sich wirklich ein iPad 2 zu kaufen? Ist das neue Tablet aus dem Hause Apple das neue Supermodel unter den Bildschirmrechnern? Oder steckt nur heiße Luft in der schicken Verpackung? Wir von Loadblog schauen mal unter die Haube des iPad 2.

Trotz krankheitsbedingter Auszeit hat es sich Apple-Chef Steve Jobs nicht nehmen lassen höchstpersönlich durch die Keynote zu führen und sein neuestes Spielzeug der Fan-Gemeinde zu präsentieren.

„Wir haben ziemlich lang an diesem Produkt gearbeitet, und ich wollte diesen großen Tag nicht verpassen“, sagte der 56-Jährige bei der Vorstellung des iPad 2. Anwesende Gäste, Journalisten und Apple Mitarbeiter feiern seinen Auftritt mit stehenden Ovationen. Nach ein paar Zahlen und Fakten zum iPod, iTunes App Store und zum iPad 1, ließ der CEO von Apple die Katze aus dem Sack und präsentierte die zweite Generation des iPads.

Schneller, schlanker und in Schwarz oder Weiß

Das iPad 2 bekommt mit dem A5 einen schnelleren Prozessor, der über zwei Kerne verfügt. So ausgerüstet soll der Neue doppelt so schnell sein wie sein Vorgänger und bei der Grafikleistung sogar neun mal so schnell. Bei all der neuen Leistung bleibt die Batterielaufzeit aber gleich. Es musste ein Dual-Core Prozessor her, wie hätte man denn sonst gegen die Tablets mit Tegra 2 anstinken können. Der A5 Prozessor ist also auch nur ein logischer Schritt gewesen.

Hurra, das iPad zwei hat zwei Kameras. Die Gerüchteküche hat es schon immer vermutet und es war auch für uns klar, dass das iPad 2 eine Kamera auf der Vorder- und der Rückseite aufweisen wird. Schließlich bieten das iPhone 4 und die Macs per integrierter iSight Kamera Videogespräche via FaceTime an. Es wäre grob fahrlässig gewesen, wenn Apple keine Frontkamera ins iPad 2 eingebaut hätte. Dieses Feature ist also keine Überraschung.

Mit 8,8 Millimetern ist das iPad dünner als das erste Modell, das noch 13,4 Millimeter dick ist. Steve Jobs weist in seiner Präsentation darauf hin, dass das iPad 2 sogar dünner geworden ist als das iPhone 4. Ob das aber besser ist oder nicht muss jeder persönlich für sich heraus finden, denn das Handling ist doch eine sehr persönliche Sache. Ach ja, bevor ich es ganz vergesse, das iPad 2 kommt in Schwarz und auch in Weiß.

Kleine Extras als Sahnehäubchen

Über ein extra Kabel lässt sich das iPad 2 nun auch per HDMI-Anschluss mit einem Fernseher verbinden, an dem mal kein Apple TV hängt. So kann man dann die Videos auf dem iPad 2 auch auf seinem großen Full HD Fernseher genießen. Oder vielleicht doch nicht? Das iPad 2 soll zwar mit dem Apple Digital AV Adapter eine Bildschirmsynchronisation und Videoausgabe bis zu 1080p erreichen, aber bei den unterstützten Videoformaten werden nur Formate bis 720p gelistet. HD Videos im iTunes Video Store sind doch genauso wie die Videos, die die verbaute rückwärtige Kamera aufzeichnet auch „nur“ 720p Versionen. Um die Frage endgültig beantworten zu können, müssen wir wohl auf ein Testgerät warten und die Bildschirmausgabe testen.

Zubehör und andere Dinge

Das neue iPad 2 ist ein Statussymbol, welches man nicht in einer matt schwarzen Hülle verstecken sollte. Damit das Designerstück aber auch nicht im rauen Alltag leiden muss bietet Apple auch eine Art magnetischen Deckel an. Der Deckel ist dient nicht nur zum Schutz des Displays, sondern erweckt beim Öffnen auch das iPad und dient diesem auch als Unterlegkeil oder Ständer.

Das SmartCover wird es in zwei Materialien und 10 verschiedenen Farben. Was es sonst noch für Zubehör Artikel von Apple gibt und wann das iPad 2 bei uns in Deutschland erhältlich sein wird, dass könnt ihr bei unseren Kollegen von Macnews.de erfahren.

Auch wenn Apple mit dem 2er das Tablet neu erfunden hat, so wird es sich doch wie geschnittenes Brot verkaufen. Alle Wirtschafts- und Nachrichtenagenturen zitieren immer wieder die Branchenexperten. Demnach wird Apple 2011 55 Millionen iPads verkaufen. Ob das am Ende auch wirklich so kommt bleibt abzuwarten, da man auch sehen muss, wie sich die immer größer werdende Konkurrenz aus der Android Welt verkauft. Motorola Xoom und Samsung  Galaxy Tab 10.1  mit Google Android 3.0 knabbern schon jetzt an dem Thron, auf dem das iPad noch steht.

Positiver Effekt für preisbewusste Tablet-Fans: Das nicht wesentlich schlechtere iPad 1 gibt es jetzt schon deutlich günstiger zu kaufen, bei

ist der Preis für das günstigste Modell bspw. über Nacht auf 369,- € gesunken.

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