Apple: Kontrolle bremst iAds aus

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Wie das Wall Street Journal berichtet, haben von den 17 Firmen, die Apple zum Launch von iAds als Partner vorgestellt hat, nur Unilever und Nissan im Juli größere Kampagnen gestartet. Bis heute sind noch 3 weitere Firmen hinzugekommen, die Werbung via iAds geschaltet haben: J. C. Penny, Citigroup und Disney. Vor allem letztere sind auf die stark umworbene Back-to-school-season angewiesen.

Warum iAds so holprig startet, liegt wohl in Apples Hang zur Kontrolle begründet. Das Unternehmen verspricht seinen Vertragspartnern eine attraktive Werbeumgebung und greift deshalb stark in den kreativen Prozess der Werbegestaltung ein. Die Entstehung einer Werbeanzeige nimmt derzeit rund acht bis zehn Wochen, und damit zwei Wochen länger als gewöhnlich, in Anspruch, da die Werber soviel Einmischung nicht gewohnt sind. Patrick Moorhead, Mobilchef der Werbefirma DraftFCB, sieht sogar “ein großes Problem” darin, Apple so stark im kreativen Prozess zu haben. Chanel, einer der am Launchtag vorgestellten Partner, hat aufgrund dessen derzeit überhaupt keine Kampagne geplant.

Die Werber haben desweiteren Probleme, vernünftige Anzeigen zu kreieren. iAds ist auf HTML5 ausgerichtet, und Apple hat noch kein Developer Kit ausgliefert, das den Kreativen zeigt, wie sie mit iAds umzugehen haben. Nicht zuletzt ist es für die Agenturen schwierig, die Anzeigen später überhaupt zu entdecken. Sie können zwar bestimmen, wo sie ihre Anzeige nicht sehen möchten, erfahren jedoch nicht, an welchen Stellen sie später erscheint.

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