Apple sperrt Google bei iAd aus: Datenschutz oder Google-Bashing?

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Apple hat die Lizenzbestimmungen für Entwickler von iPhone- und iPad-Applikationen geändert. So ist die Datenweiterabe an Dritte nun untersagt. Verbraucherschutz oder ausbremsen von Googles Handywerbung auf dem iPhone?

Die Lizenzbedingungen verbieten in Punkt 3.3.9 Daten zu sammeln, zu nutzen oder an Dritte weiterzugeben, ohne dass der Nutzer zuvor zustimmt. Konkret: Apple untersagt es, Analysesoftware von Drittanbietern in den Anwendungen einzusetzen, um Daten zu sammeln und an Dritte zur Aggregation, Verarbeitung und Analyse weiterzuleiten. Die Bestimmungen errichten somit hohe Hürden für Googles Handywerbung, beschwert sich auch schon der Chef des Werbevermarkters AdMob, Omar Hamoui, in seinem Blog. Google hat AdMob erst kürzlich für 750 Millionen US-Dollar erworben.

Zulässig ist die Werbeauslieferung nach der neuen Regelung nur über Werbevermarkter, die praktisch ausschließlich Anzeigen ausliefern. Werbenetzwerk-Betreiber, die zugleich ein Betriebssystem oder Handys entwickeln, sind nicht zugelassen. Damit verbietet Apple Firmen wie Microsoft oder Google de facto den Zugang zu einem neuen Werbemarkt, von dem man sich hohe Gewinne in naher Zukunft verspricht. Allein Apple hat für 2010 bereits Zusagen in Höhe von 60 Millionen US-Dollar für iAd erhalten.

Doch auch Apple muss das Nutzerverhalten analysieren, Daten sammeln und für Werbezwecke nutzen. Jeder Besitzer eines iPhones oder iPads wird dem vermutlich mit Inbetriebnahme seines Gerätes oder beim Zugang zum App Store zustimmen. Dessen sollte man sich immer bewusst sein.

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