ATI: Radeon-Grafikkarten heißen zukünftig AMD

Frank Ritter

ATI wird zukünftig AMD heißen. Das gab der Konzern heute bekannt. Bereits vor vier Jahren hatte der Konzern die damals gegenüber dem Hauptkonkurrenten Nvidia brachliegende Grafikkartenfirma für den Betrag von 5,4 Milliarden Dollar gekauft. In diese letzten vier Jahre fallen unter anderem die technisch überzeugenden, aber kommerziell nicht überragend erfolgreichen Grafikkarten-Linien Radeon HD 4000 und HD 5000. Die Marke ATI wird noch in diesem Jahr mit der mutmaßlichen einführung einer neuen Radeon-Produktlinie eingestellt, alte Grafikkarten werden den Namen ATI jedoch weiter tragen.

AMD rechtfertigt den von Branchenanalyten als überfällig angesehenen Schritt mit der erhöhten Markenbekanntheit von AMD gegenüber ATI. Zudem wird mit der Ontario-Plattform in diesem Jahr AMDs erster Chipsatz überhaupt ausgeliefert, der AMD-CPU und ATI-GPU auf einem Die vereinigt.

Grundlage für die Entscheidung waren interne Untersuchungen von AMD. So verdreifachte sich die Markenpräferenz von ATI-Produkten, wenn befragte Konsumenten der Tatsache gewahr wurden, dass AMD und ATI ein- und dieselber Firma waren. Die Produktlinien-Marken FirePro und Radeon waren unter Konsumenten wesentlich stärker und bekannter als ATI, sodass die einzigen verbliebenen ATI-Produktlinien von der neuen Marke eher profitieren als unter ihr leiden dürften.

Die frühere ATI-Chipsatz-Sparte ist mittlerweile komplett in AMD aufgegangen, die bis 2006 erhältlichen kombinierten Grafik/TV-Tuner-Karten von ATI, All-in-Wonder, sind mittlerweile eingestellt.

Grafikkarten-Logos von AMD werden zukünftig in zwei Varianten, je für Radeon und FirePro-Hardware verfügbar sein: Sowohl mit dem AMD-Schriftzug als auch ohne – für solche Rechner, die Intel-CPUs enthalten.

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