Barack Obama: iPad und XBox gefährden die Demokratie

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US-Präsident Obama kritisierte in einer Rede an der Universität Hampton am gestrigen Sonntag die von der Unterhaltungstechnologie voran getriebene Kultur von Information als Unterhaltung.

US-Präsident Barack Obama beklagte am Sonntag, dass neue Technologien im Zeitalter von iPad und XBox eine Herausforderung für die Demokratie darstellten. Der als medienkritisch geltende Politiker äußerte in einer Rede von Universitätsabsolventen in Hampton, Virginia seine Besorgnis über die Informationen, mit denen neue Technologien ihre Konsumenten konfrontierten.

 „Sie bewegen sich in einer Medienwelt, die uns 24 Stunden am Tag mit Inhalten bombardiert und uns Argumentationen jeder Art aussetzt. Einige davon sind nicht zwingend ganz oben auf der Liste der Wahrheiten“, so Obama an der für ihren hohen Anteil an Studenten afroamerikanischer Herkunft bekannten Universität. „Mit iPod, iPad, XBox und PlayStation — deren Funktionsweise ich nicht im Einzelnen kenne — verkommt die Information zur Zerstreuung, zur Ablenkung, zu einer Unterhaltungsform, anstatt eines Instruments der Stärke und Mittels zur Emanzipation“.

Obama sieht in der Flut an, oft falschen, Informationen nicht nur eine Gefahr für das Individuum, sondern für die Demokratie insgesamt. Der „atemberaubende Wandel“ zur Informationsgesellschaft sei nicht aufzuhalten, man müsse jedoch lernen, sich mit ihr zu arrangieren. Bildung und Wissen seien Schlüssel zu einer demokratisch gesinnten Gesellschaft. Obama verwies auf Thomas Jefferson und stellte Engagement und Wissen als Bürgerpflicht dar.

Auf YouTube gibt es einen Mitschnitt der Obama-Rede.

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