BBM Music: RIM startet Musik-Streaming für Blackberry

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Musikstreaming ist aus dem Smartphonesektor nicht mehr wegzudenken, das hat Research in Motion (RIM) nun wohl auch für sein businessoritentiertes Blackberry eingesehen. Mit BBM Music wird nun ein eigender entsprechender Dienst gestartet, der überraschenderweise kein klassischer Cloud-Dienst ist.

BBM Music heisst RIMs Musikdienst, welcher dementsprechend in den Blackberry Messenger integriert ist. Derzeit befindet sich das Programm noch in der Testphase und ist nur in Kanada, den USA und Großbritannien verfügbar. Noch in diesem Jahr soll auch Deutschland an der kostenlosen Testphase teilnehmen können, bevor BBM Music regulär gestartet wird.

Wenn es soweit ist, wird BBM Music voraussichtlich 4,99 Dollar im Monat kosten, Preise für den Rest der Welt sind noch nicht bekannt. Dafür kann der Kunde aus einem reichen Katalog von Titeln schöpfen, laut RIM sind über eine Millionen Songs der großen Label EMI, Sony, Universal und Warner verfügbar. Diese können direkt gestreamt, oder auch lokal auf dem Blackberry gespeichert werden.

Was nicht geht: BBM Music bietet keinen Raum, um auch eigene, vielleicht etwas obskurere Titel hochzuladen. Man ist dementsprechend tatsächlich auf den Katalog von RIM angewiesen. Und dieser kann auch nicht voll ausgeschöpft werden: Anfang kann man 50 Titel auswählen, pro Monat können 25 Titel ausgetauscht werden. 25 Titel pro Monat für 5 Dollar sind nicht übermäßig viel, zumal es da schon bessere Angebote wie simfy oder das auch bald hierzulandene spotify gibt. Als Zusatzfeature bietet BBM Music immerhin die Möglichkeit, auch auf die Bibliotheken der Freunde zugreifen zu können – nur: wie viele Blackberry-Besitzer gibt es in eurem Freundeskreis?

So schön es also einerseits ist, dass RIM sich mehr und mehr für den Normalanwender öffnet, so besser wäre es jedoch, sich die Konkurrenzangebote, insbesondere iCloud und Google Music, noch einmal näher anzuschauen und ein paar Schlüsse daraus zu ziehen.

A propos Musik und Cloud: Immer mehr Anklang findet auch hierzulande Googles Dienst Google Music. Dieser ist in Deutschland eigentlich noch überhaupt nicht freigeschaltet, wer sucht, der findet jedoch einen Weg. Und wer nicht suchen möchte, der sei gleich an das Workaround unserer Kollegen von Androidnews verwiesen, in dem der Weg auch für deutsche Nutzer beschrieben wird. Dort wurde der Dienst, der sich noch in einer Beta befindet, vor einer Weile auch schon einem ausführlicheren Test unterzogen. Fazit: Läuft.

Erwähnt sei Google Music an dieser Stelle, weil sich mittlerweile auch einige nette Zusatztools dafür finden. Aktuell hat caschy von stadt-bremerhaven.de einen Music-Downloader entdeckt, welcher sich als praktisches Firefox-Addon installieren lässt. Für Chrome gibt es beispielsweise Music Plus, das Kontrollen, last.fm-Support, Download und Lyrics bietet. Also eine ganze Menge.


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