Bing integriert Suchergebnisse von Facebook-Freunden

Microsoft und Facebook kooperieren eng, um gegen den Hauptkonkurrenten Google mobil zu machen. Bei Bing-Suchen werden jetzt Ergebnisse von “Likes” der Facebook-Freunde angezeigt.

Wer bei Facebook eingelogt ist und auf die Bing-Startseite kommt (bis jetzt noch nicht in Deutschland), kommt in den Genuss von “Instant Personalization”, einer Technik, die Facebook zur Verfügung stellt. Durch diese werden Daten von Facebook auf individueller Basis auch auf anderen Diensten zu Verfügung gestellt. Nachdem der Nutzer bestätigt hat, dass Bing auf die eigenen Facebook-Daten zugreifen kann, werden Links, die Freunde auf Facebook mit “Like” als “guten” Link markiert haben, separat am Ende der Suchergebnisseite angezeigt. So kann man etwa auf der Suche nach einem Restaurant oder der Qualitätseinschätzung eines Kinofilms auf die Erfahrungen von Freunden zurückgreifen.

Auch wenn die Einbindung der Likes von Freundes laut Danny Sullivan von searchengineland.com nicht immer zuverlässig funktioniert, stellt dieser Schritt doch möglicherweise den Anfang eines Paradigmenwechsels in der Suchtechnologie dar. Gut möglich, dass Suchergebnisse zukünftig nicht mehr (ausschließlich) über Algorithmen zur Relevanzeinschätzung, sondern “social” generiert werden. Bing zumindest ist Google nun einen Schritt voraus in dieser Richtung. Es bleibt abzuwarten, ob dies lange der Fall sein wird, Mark Zuckerberg von Facebook sagte auf der Vorstellung der neuen Funktion, dass man “mit jedem” zusammenarbeiten wolle. Allerdings, so schränkte Facebook-Chefentwickler (und Ex-Google-Angestellter) Brett Taylor später ein, wolle man zunächst die Integration in Bing perfektionieren, bevor man sich anderen Partnern zuwende.

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